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Winterdienst

Winterdienst leistet Schwerstarbeit

(TMLBV 28.12.2010) „Die Verkehrslage in Thüringen ist aufgrund des harten Winters angespannt, aber nicht dramatisch. Der Verkehr auf den Autobahnen, den Bundes- und Landesstraßen läuft zurzeit trotz Schnee und Eis störungsfrei – auch wenn lokale Behinderungen bei diesen Wetterverhältnissen nie ausgeschlossen werden können.“ Das erklärte heute (Dienstag) Verkehrsminister Christian Carius in Erfurt. „Wir sind deshalb erfolgreich“, so Carius weiter, „weil die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Thüringer Winterdienstes seit Anfang Dezember tagtäglich fast rund um die Uhr im Einsatz sind und Schwerstarbeit verrichten. Für dieses leistungsstarke Engagement bin ich dankbar.“ Der Minister wies zudem darauf hin, dass es keinen akuten Engpass bei der Streusalzbevorratung in Thüringen gäbe. Die Depots seien noch knapp zur Hälfte gefüllt. Deshalb könne man vorerst von weitergehenden Maßnahmen zur Vermeidung von Streusalz-Engpässen absehen. „Wir gehen zudem sehr ökonomisch mit den Streusalzreserven um“, sagte Carius, „deshalb werden Autobahnparkplätze oder Standstreifen zurzeit zwar geräumt, aber nicht zusätzlich mit Streusalz abgesichert. Zur Verstärkung des Winterdienstes werden wir außerdem zehn zusätzliche Mitarbeiter befristet einstellen.“

Thüringer Winterdienst / Zahlen und Fakten

Zur Streusalzeinlagerung verfügt der Freistaat Thüringen im BAB-Bereich über 15 Salzlager, 2011 sollen weitere Depots installiert werden. An den 15 Standorten können für die fünf Autobahnmeistereien insgesamt 12.200 t Salz gelagert werden. Der bisherige Streusalzverbrauch beträgt 27.200 t. Demgegenüber wurden im Winter 2009/2010 zur Räumung der Autobahnen insgesamt 37.907 t Streusalz benötigt.  Um die Streusalzreserven nicht zu gefährden werden Autobahnparkplätze und Standstreifen seit Mitte Dezember zwar geräumt, nicht aber gestreut.

Insgesamt stehen für den Winterdienst 82 Fahrzeuge zur Verfügung. Derzeit sind 132 Straßenwärter im Drei-Schichtbetrieb landesweit im Einsatz. Zur Absicherung der Winterdienstleistungen werden jetzt kurzfristig zusätzlich zehn Mitarbeiter befristet eingestellt.

Nach Information der Thüringer Straßenwartungs- und Instandhaltungsgesellschaft mbH (TSI) stehen vertragsgemäß insgesamt 240 Räum- und Streufahrzeuge für den Einsatz zur Räumung von Bundes- und Landesstraßen sowie für Straßen in kommunaler Trägerschaft zur Verfügung. Darüber verfügt die TSI über 20 Schneefräsen und 18 Radlager. Das Dienstleistungsunternehmen mietet bei Bedarf zusätzlich Traktoren mit Schneepflug für Räumarbeiten an.

Die TSI verfügt nach eigenen Angaben in Thüringen über Salzlager an 42 Standorten. Die eingelagerte Salzmenge beträgt insgesamt rund 90.000 t. Der aktuelle Lagerbestand der TSI beträgt wird mit rund 21.490 t S treusalz beziffert. Aufgrund der erhöhten Nachfrage nach Streusalz beträgt die Zulieferung zurzeit 10.000 t im Monat. Bei einem durchschnittlichen Verbrauch von 1.200 t/Tag kann der Winterdienst bei anhaltender Witterung bis Ende Januar 2011 gewährleistet werden.

Die Winterdienstbetreuung im Thüringer Straßenverkehrsnetz umfasst rund 500 Kilometer im Bereich BAB, 1270 Kilometer im Bereich Bundesstraßen und rund 3400 Kilometer Landesstraßen (letztere Angaben ohne Ortsdurchfahrten).

Vorfahrt für den Winterdienst
Autobahn-Räumdienst kostet bis zu 4 Millionen Euro pro Tag

(ADAC 17.12.2010) Der Winter hat noch gar nicht richtig angefangen, da reißen die Kosten für Räum- und Streueinsätze bereits tiefe Löcher in die öffentlichen Kassen. Wie der ADAC berechnet hat, kostet der Winterdienst auf den Autobahnen in Deutschland bis zu vier Millionen Euro pro Tag. Ungeachtet dessen dürfen die Autofahrer laut Club jedoch nicht automatisch geräumte Straßen erwarten. So sollen zwar die für die Verkehrssicherungspflicht auf Autobahnen zuständigen Bundesländer das Schneeräumen und Streuen nach besten Kräften durchführen. Eine tatsächliche Räum- und Streupflicht sieht das Bundesfernstraßengesetz aber nur an besonders gefährlichen Straßenstellen vor.
Die Einsatzkräfte richten sich nach Angaben des ADAC bei ihrem Kampf gegen Eis, Schnee und Matsch nach speziellen Straßenwetter-Vorhersagen. So kann genau kalkuliert werden, wie viel Feuchtsalz benötigt wird. Besondere Problemstrecken werden für den Winter optimal vorbereitet, indem Taumittel-Sprühanlagen installiert oder Eis hemmende Asphaltbeläge eingebaut werden. Ist mit Schnee und Eis zu rechnen, machen sich die Winterdienste bis spätestens fünf Uhr morgens durch Kontrollfahrten ein Bild von der Situation. Ist ein Räum- und Streueinsatz notwendig, kann er rechtzeitig vor Einsetzen des Berufsverkehrs durchgeführt werden.
Sind Fahrzeuge des Winterdienstes auf Autobahnen im Einsatz, sollten die Verkehrsteilnehmer besonders vorsichtig sein und Geduld mitbringen. Vor allem Überholvorgänge sollten vermieden werden, denn die Räumfahrzeuge fahren meist gestaffelt im Verband. Zudem ist vor den Räumfahrzeugen mit einem wesentlich schlechteren Fahrbahnzustand zu rechnen als hinter ihnen. Der ADAC rät, den Fahrzeugen mit ausreichendem Abstand zu folgen. Zu dicht auffahrende Autos werden mit Salz und Schneestaub bespritzt.

Streckendienst meisterte bereits erste Bewährungsproben
für den Winterdienst in Tirol und Vorarlberg
IPilotprojekt für Eis und Schnee auf Lkw-Dachplanen in Tirol geplant

(ASFING 16.11.2010) Bei den starken Schneefällen Mitte Oktober speziell im Bereich der A 13 Brenner Autobahn musste der Streckendienst der ASFINAG bereits die erste Bewährungsprobe für den Winterdienst bestehen. Die Vorbereitungen auf den Winter 2010/2011 waren intensiv und umfangreich.
Die ASFINAG Alpenstraßen GmbH ist für das hochrangige Straßennetz in Tirol und Vorarlberg verantwortlich. Fünf Autobahnmeistereien (vier in Tirol, eine in Vorarlberg) sorgen dabei mit den jeweiligen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter auch bei Schneefall und Niederschlag in den Wintermonaten für möglichst hohe Verkehrssicherheit, rasche und effektive Schneeräumung auf Autobahnen und Schnellstraßen und eine möglichst störungsfreie Zur-Verfügung-Stellung dieser wichtigen Verkehrswege.
Dabei betreut der Streckendienst der ASFINAG 315 km Autobahnen und Schnellstraßen (223 in Tirol, 91 in Vorarlberg) – damit kümmern sich knapp 200 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in den fünf Autobahnmeistereien samt den dazugehörigen Stützpunkten um den Winterdienst. Über 70 Räum-, Streu- und Nutzfahrzeuge stehen der ASFINAG für den bevorstehenden Winterdiensteinsatz in Tirol und Vorarlberg zur Verfügung. Dabei legt die ASFINAG neben den eigentlichen Räumtätigkeiten im Falle eines entsprechenden Niederschlages auch auf den präventiven Streudienst hohes Augenmerk. „Wir können dabei auf über 13.000 Tonnen Kapazität von Streusalz in den Salzsilos und Salzhallen zurückgreifen. Ein Vertrag mit einem aus unserer Erfahrung sehr verlässlichen Salzlieferant gibt auch in diesem Punkt große Sicherheit“, bestätigt ASFINAG-Geschäftsführer Klaus Fink. Für einen raschen und effektiven Einsatz im Bedarfsfalle sorgen abgestimmte und frühzeitig geplante Einsatzpläne der Mitarbeiter des Streckendienstes. Diese werden bei eigenen Winterdienst-Besprechungen jedes Jahr neu aufbereitet und zusammen mit Einsatzkräften den Fremddiensten, die bei Spitzenzeiten ebenfalls zum Einsatz kommen, abgestimmt. Bei einem Volleinsatz in Folge hoher Niederschlagsmengen kommen teilweise auch so genannte Fremddienste zum Einsatz – wie etwa auf der A 13 Brenner Autobahn oder auf der A 14 Rheintal Autobahn. Diese Abstimmung erfolgt auf kürzestem Wege, um diese zusätzlichen Hilfskräfte möglichst rasch aktivieren zu können
Die regional abgestimmte Wetterinformation der Austro Control ist weiterhin ein wertvolles, modernes Hilfsmittel, um nicht von Wintereinbrüchen überrascht zu werden. „Durch diese Prognosen ist es uns möglich, Bereitschaften und Dienstpläne entsprechend frühzeitig einzuplanen“, bestätigt Fink.
Auf den besonders exponierten Strecken im Tiroler und Vorarlberger Alpinland – speziell die A 13 Brenner Autobahn sowie die S 16 Arlberg Schnellstraße – ist verstärkt mit Wintereinsatz der ASFINAG zu rechnen, weisen doch beide Streckenzüge Höhenlagen von über 1300 Höhenmetern vor. Gerade dann ist sowohl der Winterdienst der ASFINAG, aber auch der wesentliche Beitrag der Verkehrsteilnehmer wichtig. „Winterdienst funktioniert nur miteinander. Das bedeutet, dass auch Verkehrsteilnehmer für gute Winterausrüstung an den Fahrzeugen vorsorgen, ihre Fahrweise an die herrschenden Verhältnisse anpassen und sowohl auf Geschwindigkeit und ausreichend Sicherheitsabstand achten“, erklärt Fink.
Herabstürzende Eisbrocken oder herunter gewehter Schnee von Lkw-Dachplanen sorgen vor allem in Tunnels für erhöhtes Gefahrenpotenzial – insbesondere in Gegenverkehrs-Tunnel. Aus diesem Grund plant die ASFINAG im kommenden Wintern 2010/2011 ein Pilotprojekt an den Start zu bringen, um bei diesem Themenbereich mehr Bewusstsein zu schaffen, aber auch Mittel und Wege anzubieten, diese Situationen zu vermeiden.
An den Standorten Gleinalmtunnel (am Nord- und Südportal) sowie an der A 12 Inntal Autobahn (Standorte Parkplatz Kronburg und Lkw-Stellplätze Vomp) wird die ASFINAG Gerüste errichten, die Lkw-Fahrern als Angebot zum Abkehren ihrer Dachplanen bei Anhängern zur Verfügung stehen werden. Somit verfügen Lkw-Fahrer über die Möglichkeit, auf das Gerüst sicher aufzusteigen und von erhöhter Position aus die Dachplanen von Eis und Schnee zu befreien. Dieses Pilotprojekt ist ein weiteres Angebot zur Vermeidung eines wesentlichen Sicherheitsrisikos bei einem der wichtigsten Kundensegmenten der ASFINAG, nämlich den Lkw-Fahrern. Dieses Angebot beruht auf der freiwilligen Nutzung durch die Verkehrsteilnehmer – die ASFINAG wird aber vor dem Wintereinbruch dieses Angebot noch medial begleiten. Nach dem ersten Winter wird die ASFINAG mit den gesammelten Erfahrungen ein Fazit dieses Pilotprojektes ziehen und diese in weitere Schritte und Planungen einfließen lassen. Dieses Pilotprojekt ist auch Bestandteil des „ASFINAG-Verkehrssicherheitsprogrammes 2020“.

Straßenmeistereien haben bereits Salz eingelagert und Fahrzeuge gewartet

(HSVV 11.11.2010) Der Winter mit Schnee und „Väterchen Frost“ kann in den Landkreisen Bergstraße und Odenwald kommen, denn hier ist das Amt für Straßen- und Verkehrswesen Bensheim (ASV) dafür verantwortlich, dass das knapp 1000 Kilometer Bundes-, Landes- und Kreisstraßen umfassende überörtliche Straßennetz auch in diesem Winter wieder sicher befahrbar ist. Hierzu wurden rund 2400 Tonnen Streusalz eingelagert. Bei längeren Dauereinsätzen werden die Hallen unverzüglich wieder aufgefüllt. 15 landeseigene Fahrzeuge wurden gewartet und mit den Winterdienst – Anbauten ausgerüstet und über 60 Mitarbeiter zuzüglich 5 Fremdunternehmen mit insgesamt 8 weiteren Fahrzeugen stehen bereit, wenn die ersten weißen Flocken fallen. Verantwortlich für den Straßenbetriebsdienst sind im Zuständigkeitsbereich des ASV Bensheim die Straßenmeistereien in Bad König, Beerfelden und Bensheim. Außer in den Salzhallen auf den Straßenmeistereien, wird Salz noch in den Winterstützpunkten in Fürth, Wald-Michelbach und Hirschhorn vorgehalten.

Der Umfang des zu erbringenden Winterdienstes ist bundesweit einheitlich festgelegt: Deshalb werden die Bundes- Landes- und Kreisstraßen in den Landkreisen Bergstraße und Odenwald von 6 bis 22 Uhr freigehalten. Gestreut werden auftauende Mittel. Das ist in der Regel mit Sole angefeuchtetes Salz (Feuchtsalz FS30). Der Vorteil: Es wirkt schneller, haftet besser auf der Straße und gibt auch weniger Streuverluste.

Damit den Bürgern auch in der kalten Jahreszeit ein leistungsfähiges Verkehrswegenetz als wesentliche Voraussetzung für die Mobilität unserer Gesellschaft zur Verfügung steht, wird der Winterdienst im 3-Schichtbetrieb durchgeführt. Angefangen wird im allgemeinen um 1.30 Uhr nachts, dann überprüft ein Mitarbeiter per Computer die Lage auf den Straßen. Glättemeldeanlagen, sprich Sensoren an markanten Stellen des Straßennetzes, melden Daten an die Straßenmeistereien und werden dort von den jeweils zuständigen Mitarbeitern ausgewertet. Zusammen mit Daten von Wettersatelliten, sie beobachten die Entwicklung der Großwetterlage, sind sie Grundlage für die Entscheidung, ob die Streufahrzeuge ausrücken müssen. Tritt der Ernstfall ein, startet kurz nach 1.30Uhr pro Fahrzeug ein Fahrer auf die Streu- und Räumtour, welche die Fahrer mit ihren Fahrzeugen bei Bedarf im Schichtbetrieb bis in die Abendstunden mehrfach wiederholen.“ Hierbei wird für die Routenplanung ein landesweit einheitliches Verfahren angewendet: Die Bewertung aller Streckenabschnitte erfolgt nach gleichen Kriterien. Neben anderen sind die Verkehrsbelastung, die Höhenlage, die Steigungsverhältnisse, die Linienführung, der öffentliche Nah– sowie Schulbusverkehr und Zufahrtswege für Krankentransporte und zu Schulen und Bahnhöfen maßgebliche Faktoren.

Die Vorkehrungen der Straßenmeistereien sind aber nur eine der Voraussetzungen für die Verkehrssicherheit in der kalten Jahreszeit. Die beiden anderen Bedingungen betreffen die Verkehrsteilnehmer direkt: Bei winterlichen Straßenverhältnissen ist es wichtig, dass die Verkehrsteilnehmer ihrer Verpflichtung nachkommen, Fahrzeuge rechtzeitig mit Winterausrüstung (Winterreifen, Schneeketten) auszustatten und ihr Fahrverhalten den Wetterverhältnissen anzupassen.

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Fahrzeug des Straßenbetriebsdienstes mit Räumschild (Bild HSVV)

Hessische Straßen- und Verkehrsverwaltung: Sind für den Winter gerüstet

(HSVV 15.10.2010) Die Hessische Straßen- und Verkehrsverwaltung (HSVV) ist auch in diesem Winter für den bevorstehenden Winterdienst auf den rund 16.800 Kilometern Straßen in ihrer Zuständigkeit gerüstet. Alle organisatorischen Vorkehrungen wurden getroffen, um einen zügigen Ablauf der Winterdiensteinsätze zu gewährleisten. Für den Einsatzfall stehen über 1.400 erfahrene Mitarbeiter, rund 450 Winterdienstfahrzeuge und zunächst 40.000 Tonnen Streusalz sowie 2,5 Millionen Liter Salzlösung bereit.

Burkhard Vieth, Präsident des Hessischen Landesamtes für Straßen- und Verkehrswesen: „Der Winterdienst der Hessischen Straßenbauverwaltung geht dabei weit über das vom Gesetzgeber geforderte Niveau hinaus. Das gewohnt hohe Niveau des Winterdienstes der HSVV ist rechtlich gesehen eine freiwillige Leistung, die jedoch eine wesentliche Grundlage für eine reibungslos funktionierende Volkswirtschaft auch unter winterlichen Witterungsbedingungen darstellt."

Rund um die Uhr wird dabei der Winterdienst auf den Autobahnen sowie auf verkehrlich besonders bedeutenden Bundesstraßen durchgeführt. Das übrige Straßennetz in der Zuständigkeit der hessischen Straßenbauverwaltung wird vorrangig zwischen 06:00 und 22:00 Uhr in einem befahrbaren Zustand (Befahrbarkeit) gehalten. Über die Hälfte der Winterdiensteinsätze auf diesen Straßen beginnen dabei aber bereits deutlich vor 06:00 Uhr – nur so können Behinderungen infolge von Schnee, Reif oder Eis noch vor Einsetzen des Berufsverkehrs vermieden werden. Die Befahrbarkeit einer Straße als Anforderungsniveau im Winterdienst schließt aber mit ein, dass je nach Intensität des Winters teilweise mit Behinderungen durch Schneereste oder je nach Einsatzdauer des Winterdienstes stellenweise auch mit einer geschlossenen Schneedecke gerechnet werden muss.

Die Entscheidung zur Durchführung und dem Umfang der einzelnen Winterdiensteinsätze fällt aufgrund spezieller Wetterinformationen, der Datenauswertung eigener Glättemeldeanlagen sowie auf der Basis langjähriger Erfahrungswerte der Mitarbeiter vor Ort.

Auch die beste Vorbereitung, Organisation und Durchführung des Winterdienstes kann jedoch keine Garantie für schnee- und eisfreie Straßen geben. Die Räum- und Streufahrzeuge der HSVV können nicht überall gleichzeitig sein. Eine den winterlichen Fahrbahnverhältnissen angepasste Fahrweise und die entsprechende Ausrüstung des Fahrzeuges sind ein notwendiger Beitrag eines jeden Verkehrsteilnehmers, um die Sicherheit und Leichtigkeit des Verkehrs auch unter winterlichen Wetterbedingungen aufrechtzuerhalten.

Winterdienst der Autobahn- und Straßenmeistereien
ist für die Wintermonate gerüstet

(MUNV 10.11.2010) Mit überfrierender Nässe und den ersten Schneefällen beginnt in den Straßen- und Autobahnmeistereien des Landes wieder der Winterdienst. Für die Straßenwärter bedeutet dies erhöhte Arbeitsbelastung, häufige Bereitschaftsdienste und gelegentliche Überraschungen, wie manch schneereicher Winter gezeigt hat. "Trotz aller Anstrengungen können die Autofahrer keine Straßenverhältnisse wie im Sommer erwarten", warnte Umwelt- und Verkehrsministerin Tanja Gönner am 10. November 2010 die Verkehrsteilnehmer. Zugleich appellierte Gönner an alle Autofahrer, ihre Fahrzeuge wintertauglich auszurüsten und ihr Fahrverhalten der Situation anzupassen. "Für Winterreifen und in Hochlagen auch Schneeketten ist es jetzt höchste Zeit. Ich empfehle jedem Autofahrer eindringlich, bei Schnee und Eis nur mit Winterreifen zu fahren", so Gönner. Das Land werde den Vorstoß von Bundesverkehrsminister Ramsauer, eine konkrete Winterreifenpflicht in der Straßenverkehrs-Ordnung zu verankern, im Bundesrat unterstützen. Unabhängig vom Zeitpunkt des Inkrafttretens der Neuregelung müsse jeder Autofahrer aber auch selbst ein Interesse an einer den Wetterverhältnissen entsprechenden Ausrüstung haben. Denn bei Eis, Schnee und Matsch komme es immer wieder zu schweren Unfällen.

Besondere Vorsicht sei auf Brücken und schattigen Waldstrecken geboten. Auch Kuppen, Kurven und Gefällstrecken verlangten im Winter eine höhere Aufmerksamkeit und eine der Glättegefahr angepasste Fahrweise. "Nutzen Sie das Angebot des öffentlichen Personennahverkehrs oder verschieben Sie bei widrigen Witterungsverhältnissen nicht unbedingt notwendige Fahrten. Fahren Sie auf Nummer sicher und helfen Sie bei extremen Schneefällen oder Eisregen durch Verzicht auf Autofahrten mit, ein Verkehrschaos zu vermeiden", sagte Gönner. Bei extremen winterlichen Verkehrsverhältnissen sollten die Verkehrsteilnehmer ihr Fahrzeug auch einmal stehen lassen.

Auf dem über 1.040 Kilometer langen Autobahnnetz biete die Straßenbauverwaltung des Landes Baden-Württemberg einen Winterdienstservice rund um die Uhr an. Die Autobahnmeistereien ordneten bei winterlichen Verhältnissen nachts Arbeitsbereit-schaften an, um sicherzustellen, dass die Autobahnen rund um die Uhr befahrbar bleiben.

Im nachgeordneten, über 26.000 Kilometer langen Netz der Bundes-, Landes- und Kreisstraßen liege die Verantwortung bei den Landratsämtern und Stadtkreisen. Der Winterdienst der Straßenmeistereien beginne in den frühen Morgenstunden meist gegen 4.00 Uhr, damit die betreuten Straßen regelmäßig ab 6.00 Uhr befahrbar seien, und ende in der Regel um 22.00 Uhr. Bei unsicherer Wetterlage richteten die Straßenmeistereien in diesem Zeitraum Rufbereitschaften ein, um schnell einsatzbereit zu sein. Unterstützt würden die Autobahnmeistereien und Straßenmeistereien durch das Straßenwetterinformationssystem und örtliche Glättemeldeanlagen.

Inner-orts liege die Verantwortung für den Winterdienst auf den Bundes-, Landes- und Kreisstraßen bei den Städten und Gemeinden, die von den Straßenmeistereien der Landratsämter nach besten Kräften unterstützt würden. Die Streugutlager seien gefüllt und auch die Kommunen dürften die Konsequenzen aus dem letzten Winter mit Streumittelknappheit und Lieferschwierigkeiten gezogen und vorgesorgt haben. Der lange und harte Winter 2009/2010 hatte zahlreiche Verkehrsbeeinträchtigungen im Land zur Folge. Durch das unermüdliche Engagement der Winterdienste und einem Rekordverbrauch an Streusalz sind jedoch chaotische Verkehrsverhältnisse ausgeblieben.

Trotz einer großen Zahl an Winterdienstfahrzeugen könne bei flächendeckender Schnee- und Eisglätte aber nicht immer und überall gleichzeitig geräumt und gestreut werden. Dies wirke sich vor allem während der Hauptverkehrszeiten oder auf der Fahrt in die Wintersportgebiete aus. Selbst auf hochbelasteten Verkehrsachsen wie den Autobahnen, deren Leistungsfähigkeit bei winterlichen Verhältnissen erheblich zurückgehe, seien bei starkem Schneefall zeitweise Verkehrsbehinderungen nicht immer zu vermeiden. Oft würden bereits einzelne liegengebliebene Fahrzeuge bei plötzlicher Eisglätte den gesamten Verkehr zum Stillstand bringen. Wichtig sei daher, unbedingt Fahrgassen für die Räumfahrzeuge freizuhalten, damit diese rasch räumen und streuen könnten. "Der Winterdienst tut alles, um die Straßen von Schnee und Eis zu befreien. Unmögliches kann aber nicht geleistet werden – dafür bitte ich alle Verkehrsteilnehmer um Verständnis. Damit der Umweltschutz nicht auf der Strecke bleibt, gilt die Devise: So viel Salz wie nötig und so wenig wie möglich", betonte Gönner.

 

Winterdienst in Sachsen ist bereit

(SMWA 09.11.2010) Der Winter kann kommen - Sachsens Straßen- und Autobahnmeistereien sind bereit. Den für den Winterdienst zuständigen Landkreisen und dem Autobahnamt stehen mehr als 300 Fahrzeuge mit Streu- und Räumtechnik und 95 Anbauschneefräsen zur Verfügung. Das Autobahnamt Sachsen trägt die Verantwortung, das 531 km lange sächsische Autobahnnetz von Schnee und Eis zu befreien, die Straßenmeistereien betreuen weitere 13.219 km Bundes-, Staats- und Kreisstraßen .Darüber hinaus können weitere rund 280 LKW und Traktoren eingesetzt werden, für die die Meistereien Verträge mit privaten Unternehmen geschlossen haben.

Für den Start sind die Salzlagerhallen bereits mit insgesamt rund 55.000 Tonnen Auftausalz gut gefüllt. Bei Bedarf ist Nachschub bei den Lieferanten vertraglich abgesichert.

An verwehungsgefährdeten Abschnitten werden insgesamt rund 355 km Schneeschutzzäune aufgestellt. Dort, wo es möglich ist, haben die Mitarbeiter der Straßenmeistereien bereits mit der Aufstellung begonnen. Wenn die Landwirte ihre Felder abgeerntet haben, werden die restlichen Zäune folgen.

„Ab dem 15. Dezember ist auch die rund 10 Kilometer lange Baustelle der A 14 zwischen Mutzschen und Leisnig verschwunden. Viele Autofahrer werden aufatmen, wenn es im Winter wieder freie Fahrt auf der A14 gibt,“ so der sächsische Verkehrsminister Sven Morlok (FDP) anlässlich seines Besuches in der Autobahnmeisterei Dresden-Hellerau. Dort überzeugte sich der Minister von der Bereitschaft des Winterdienstes.

Doch auch die Kraftfahrer müssten ihren Teil dazu beitragen, um gut über den Winter zu kommen. „Angemessene Fahrweise und ein intaktes Fahrzeug sind unerlässlich, um sicher durch die kalte Jahreszeit zu kommen. Der Fahrzeugcheck, Winterreifen und ein Lichttest sind das A und O. Zusätzliche Sicherheit schafft es, wenn man sich vor Beginn jeder Fahrt über die Straßenverhältnisse informiert und darauf einstellt.“ 

Traditionell in der letzten Oktoberwoche fand gemeinsam mit den Autobahnpolizeirevieren bereits der „interne TÜV“ für die sieben sächsischen Autobahnmeistereien statt. Dabei wurden vor allem die verschleißanfällige Technik, Hydraulik, Streueinrichtungen und Räumschilde überprüft. Seit November gilt der „Winterfahrplan“ für die Mitarbeiter, die rund um die Uhr dafür sorgen, dass die Autobahnen frei von Schnee und Eis bleiben, wenn es sein muss, im Drei-Schicht-Betrieb.

Der Winter 2010/2011 kann kommen - mehr Salz eingelagert

(straßen.nrw 27.10.2010) Straßen.NRW geht in diesem Winter an die Grenzen seiner Lagerkapazitäten, was den Streusalzvorrat angeht. Rund 135.000 Tonnen werden in diesen Tagen für die anstehende Wintersaison eingelagert und damit noch mal zehn Prozent mehr als im vergangenen Winter. In den 210 in Nordrhein-Westfalen verteilten Salzhallen sollen immer mindestens 60.000 Tonnen lagern. Mit diesem Mindestvorrat wäre ein fünftägiger landesweiter Dauereinsatz gesichert. Damit der Mindestvorrat eingehalten werden kann, wird bereits bei einer Lagermenge von 85.000 Tonnen nachbestellt. "Wir vergrößern somit den Puffer, um Zeitverzögerungen bei den Lieferungen besser überbrücken zu können", erklärte Straßen.NRW-Hauptgeschäftsführer Winfried Pudenz in Gelsenkirchen.
"Sollte es dennoch wieder eng werden, müssten wir priorisieren zugunsten der wichtigsten Straßen", so Pudenz.

2.000 Straßenwärter in 84 Autobahn- und Straßenmeistereien stehen parat, um die 20.000 Kilometer Autobahnen, Bundes- und Landesstraßen in Nordrhein-Westfalen möglichst schnee- und eisfrei zu halten. In der Straßen.NRW-Winterdienstzentrale mit den Standorten in Hamm und Krefeld, die spätestens Anfang November ihren 24-Stunden-Rhythmus aufnimmt, werden die regionalen Straßenzustands- und Wetterinformationen erstellt, damit die Einsatzleiter wissen, was das Wetter in den kommenden 24 Stunden bringt. Auf diese Weise können die Straßenwärter und die vertraglich gebundenen Unternehmer mit insgesamt 700 Fahrzeugen landesweit zum Winterdienst ausrücken. Auf den Autobahnen hat vor allem der vorbeugende Winterdienst eine hohe Priorität, um Glätte von vornherein erst gar nicht entstehen zu lassen. Die für die Einsatzauslösung erforderlichen Daten liefern unter anderem 260 Glättemeldeanlagen, die an strategischen Orten - insbesondere im Autobahnnetz - installiert sind.

Im vergangenen Winter war nichts "normal": Der Winter war, verglichen mit den vergangenen 30 Jahren, in NRW um 1,8 Grad Celsius zu kalt. Im Dezember war es dabei zunächst über einen längeren Zeitraum sehr kalt bei gleichzeitigen Niederschlägen, ab Januar gab es bis in den März hinein häufige und lang anhaltende Schneefälle. Diese Schneefälle traten vor allem auch in Norddeutschland auf, wo es sonst eher weniger schneit. Die Gesamtsituation führte zu einem hohen Salzbedarf, auch bei den europäischen Nachbarn, und damit zu einer angespannte Lage auf dem Salzmarkt. Für Nordrhein-Westfalen folgte daraus der teuerste und intensivste Winterdiensteinsatz seit vielen Jahren. Rund 59 Millionen Euro Kosten für Salz, Personal- und Geräteeinsatz standen zum Schluss zu Buche und damit 33,4 Millionen Euro mehr als in einem "normalen" Winter.

"NRW hat sich gemeinsam mit den anderen Ländern und dem Bund unmittelbar im Anschluss an diesen außergewöhnlichen Winter zusammen gesetzt, um die Ideen zum besseren Umgang mit solchen unerwarteten Witterungen zu erarbeiten. Dabei wurden ausdrücklich auch kommunale Experten mit einbezogen; denn die Salzknappheit hatte ja in besonderem Maße die Kommunen getroffen", sagte Michael Heinze, stellvertretender Abteilungsleiter für Straßenbau im Verkehrsministerium. "Wir ziehen in diesem Winter erste Konsequenzen, etwa mit dem verbesserten Salzmanagement und erhöhten Lagerkapazitäten", so Heinze.

Flüssige Zukunft?
In diesem Winter setzt Straßen.NRW seine Versuche mit dem so genannten Flüssigstreuen fort. In den Autobahnmeistereien Herford und Werl sind Fahrzeuge stationiert, die Sole - also in Wasser aufgelöstes Salz - auf die Fahrbahn sprühen anstatt Salz zu streuen. Die Winterdienstexperten erhoffen sich eine Erhöhung der Verkehrssicherheit und einen geringeren Verbrauch von Streusalz. Die Sole soll sich besser auf den Straßen verteilen, nicht so schnell verdrängt werden wie Streusalz und schneller wirken, weil das Salz sich nicht erst auflösen muss. In den skandinavischen Ländern haben die Straßenbauverwaltungen gute Erfahrungen mit dieser Methode gemacht. Sie könnte auch die Zukunft im Winterdienst in NRW sein. Der Nachteil ist allerdings, dass die Sole bei weniger als minus sieben Grad Celsius nicht mehr taut.

Weitere Informationen:

Straßen.NRW.de Wie funktioniert der Winterdienst?

>Tag des Winterdienstes<

(TLMBV 28.10.2010) „Der Thüringer Winterdienst ist der zuverlässige Partner für Schneeräumung, Eisglättebekämpfung und Streudienst. Dabei ist Winterdienst ein harter Job. Bei strengen Wintern beginnt bereits morgens um 04.00 Uhr der Dienst für die Straßenwärter. Und oft sorgen verschneite oder vereiste Straßen für Überstunden. Da ist viel Engagement erforderlich, das es besonders zu würdigen gilt. Deshalb begehen wir heute den 1. Tag des Thüringer Winterdienstes.“ Das sagte Verkehrsminister Christian Carius beim Besuch der Autobahnmeisterei Zella-Mehlis. Der Tag des Winterdienstes ist Teil der Verkehrssicherheitskampagne „Denken.Fahren.Ankommen.“

Der Minister informierte sich vor Ort über den Stand der Vorbereitungen für den herannahenden Winter. Er konnte sich davon überzeugen, dass die Streusalz-Lager gut gefüllt sind und der Fahrzeugpark bestens aufgestellt ist. Carius erklärte dazu: „Die Mitarbeiter der Autobahnmeisterei Zella-Mehlis sind ausgezeichnet auf ihre Aufgaben vorbereitet.“ Er appellierte in diesem Zusammenhang an alle Thüringer Autofahrer unbedingt in der kalten Jahreszeit Winterreifen aufzuziehen und damit zur Verkehrssicherheit beizutragen.

„Wir werden auch im Winter 2010 / 11“, so der Minister weiter, „als freiwillige Leistung die Kommunen beim Abtransport von Schnee finanziell unterstützen und damit zur Gewährleistung der Verkehrssicherheit beitragen. Unterstützung wird für den Abtransport von Schnee im Zuge von Ortsdurchfahrten auf und an Bundes- und Landesstraßen gewährt, sofern

     o durch die Schneemassen Verkehrsgefährdungen entstehen,
     o der Abtransport durch Dritte vorgenommen wird und
     o die Notwendigkeit der Maßnahme durch den zuständigen Gebietsingenieur des jeweiligen Straßenbauamtes bestätigt wird.

Betroffene Kommunen können den Antrag zur Unterstützung beim Abtransport von Schnee an das zuständige Straßenbauamt richten.

Streumethode neu1

Solestreuer (Bild LBM)

LBM und BASt testen neue Streumethode für Winterdienst
Bundesweit sind nur vier Meistereien an dem Pilotprojekt beteiligt

(LBM 09.06.2010) Der Landesbetrieb Mobilität und die Bundesanstalt für Straßenwesen (BASt) testen zurzeit in der Autobahnmeisterei Mendig einen sogenannten Solestreuer. Dabei handelt es sich um ein Fahrzeug mit einer neuen Streutechnik im Winterdienst, die künftig bundesweit beim vorbeugenden Streuen das bislang gebräuchliche Feuchtsalz ablösen könnte. An dem Pilotprojekt sind derzeit bundesweit vier Meistereien beteiligt. Außer in Rheinland-Pfalz wird dieser neue Streuertyp noch in je einer Meisterei in Brandenburg, in Baden Württemberg und in NRW getestet.

Hintergrund:
Die BASt hat von 2006 bis 2008 untersuchen lassen, wie lange Feuchtsalz auf der Fahrbahn liegen bleibt. Ergebnis: Wenn man vorbeugend streuen möchte, ist der Einsatz von Feuchtsalz nicht die ideale Streumethode. Die Salzkörner werden zum Beispiel durch den Verkehr an den Fahrbahnrand geweht, statt möglichst lange auf der Fahrbahn wirken zu können. Daher testet unter anderem der Landesbetrieb Mobilität nun gemeinsam mit der BASt, ob der Einsatz von Sole statt Feuchtsalz hier bessere Ergebnisse erzielt. Die Solestreuung hat sich in Skandinavien schon bewährt.

Der neue Kombistreuer
  * 10.500 Liter Sole und sechs Tonnen Trockensalz können transportiert werden à Gesamtgewicht des Fahrzeugs dann 32 Tonnen
  * Drei Düsenblöcke verteilen die Salzsole, so dass gleichzeitig drei Fahrstreifen auf einer Strecke von 50 bis 60 Kilometern gestreut werden können
  * Reine Salzsole kann von vier Meter bis 11,25 Meter Breite (drei Fahrstreifen) gestreut werden
  * Feuchtsalz auf einer Breite von vier Metern bis zwölf Metern

Die Tests:
Es muss ermittelt werden,
- ob sich genügend Salz auf der Fahrbahn befindet;
-ob sich die Sole bei der realen „Streugeschwindigkeit“ von 60 km/h gleichmäßig auf der gesamten Streubreite verteilt
- wie lange das Salz auf der Fahrbahn bleibt, wenn Verkehr darüber rollt.

Die Tests finden auf dem Parkplatz Hummerich auf der A 61 zwischen der AS Kruft und der AS Plaidt statt. Hier hat die AM Mendig vor einigen Jahren ein spezielles Testfeld angelegt, auf dem ein Streufahrzeug mit der auf Autobahnen typischen Streugeschwindigkeit von 60 km/h fahren kann. Um zu messen, wie viel Salz bei der Solestreuung tatsächlich auf der Fahrbahn bleibt, müssen die Tester auf ein spezielles Gerät zurückgreifen. Dieses Gerät saugt in einer Art Spülvorgang die Salze, die sich auf der Fahrbahn befinden, auf. Der Salzgehalt kann dann mit einer chemischen Analyse gemessen werden.

Dank an Räum- und Streudienste für unermüdliches Engagement

Drei Monate Dauereinsatz konnten chaotische Straßenverhältnisse verhindern
Winterdienst 2009/10 brach alle Rekorde

(MUNV 17.03.2010) Umweltministerin Tanja Gönner sprach bei einem heutigen Besuch der Autobahnmeisterei Ulm-Dornstadt den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Räum- und Streudienste im Land ihren Dank für das in den vergangenen Monaten unermüdliche Engagement, die Straßen von Schnee und Eis zu befreien, aus. "Der lange und harte Winter hat zu zahlreichen Verkehrsbeeinträchtigungen im Land geführt. Es ist jedoch vor allem dem unermüdlichen Engagement der Winterdienste zu verdanken, dass trotz dieser extremen Wetterbedingungen chaotische Straßenverhältnisse ausgeblieben sind. Die hohe Leistungsbereitschaft der Winterdienste im Land bei Tag und Nacht und bei jedem Wetter verdient große Anerkennung."

Der Winterdienst des zu Ende gehenden Winters 2009/10 breche alle bisherigen Rekorde, so Verkehrsministerin Gönner. Allein auf den 1.040 Autobahnkilometern im Land seien über 75.000 Tonnen Salz gestreut worden. Das ist doppelt so viel wie im langjährigen Durchschnitt und liegt etwa zehn Prozent über dem bisherigen Spitzenverbrauch von 68.000 Tonnen Salz im Winter 2004/05. Ausgezahlt habe sich in diesem Jahr die Vorsorgestrategie des Landes. Dadurch konnten Engpässe beim Streusalz vermieden werden. "Angesichts der besonderen Topographie und der Höhenlagen in Baden-Württemberg hat es sich als richtig erwiesen, ausreichend Salzmengen zu bevorraten und kurze Lieferfristen zu vereinbaren." Landesweit könnten entlang der Bundesautobahnen insgesamt 38.000 Tonnen Salz bevorratet werden. In der Autobahnmeisterei Ulm solle außerdem die Lagerkapazität im kommenden Jahr von 1.000 auf 1.500 Tonnen Salz aufgestockt werden. In einzelnen Kommunen habe es Streusalzengpässe gegeben mit der Folge, dass der innerörtliche Winterdienst eingeschränkt werden musste. "Es liegt in der Entscheidung der Kommunen, sich für die Zukunft ausreichend Spielraum zu verschaffen", so Gönner.

"An 86 der vergangenen 90 Tage mussten die Schneeräumfahrzeuge der Straßenmeistereien im Land ausrücken. Die Frauen und Männer waren damit über drei Monate nahezu im Dauereinsatz", so Umwelt- und Verkehrsministerin Gönner. Über 120.000 Arbeitsstunden der Autobahnmeistereien entfielen darauf, die Autobahnen zu streuen und schneebedeckte Fahrbahnen zu räumen. Rund 25.000 Überstunden häuften sich bei den Beschäftigten an. Die Gesamtkosten belaufen sich auf geschätzt über 15 Millionen Euro. "Wir haben die große Hoffnung, dass der Frühling jetzt auch da ist und der Winterdienst auf ein in einem Monat März normales Niveau zurückgefahren werden kann. Neben dem enormen personellen Aufwand zieht dieser Winter eine große finanzielle Belastung nach sich."

Außerdem würden mit den ersten Frühlingsboten zusehends die weiteren Folgen des frostreichen Winters sichtbar: Besonders an bereits vorgeschädigten Fahrbahnbelägen kämen kleine wie auch größere Schlaglöcher ans Licht. "Einen vollständigen Überblick über die Frostschäden werden wir erst Ende April nach Ende der Frostperiode haben. Dann werden wir klarer sehen und eine abschließende Bilanz ziehen können." Nach einer ersten Schätzung belaufen sich die Kosten für die Beseitigung der gröbsten Schäden allein an den Landesstraßen auf mindestens fünf bis zehn Millionen Euro. "Ein Schwerpunkt im Straßenbau muss in den nächsten Jahren auf dem Erhalt unserer Straßen liegen", betonte Gönner
 Ergänzende Informationen für die Redaktionen:

Winterdienst in Baden-Württemberg
- Autobahnen
:
15 Autobahnmeistereien mit rund 370 Beschäftigten stellen den Winterdienst entlang der 1.040 Autobahnkilometer mit insgesamt 140 Räum- und Streufahrzeugen sicher.

- Bundes-, Landes- und Kreisstraßen:
Rund 90 Straßenmeistereien und Bauhöfe der Stadt- und Landkreise sorgen für freie Straßen auf 26.400 Kilometern.

Wie entstehen Frostschäden?
Mit den Jahren altern die Fahrbahnbeläge und es entstehen infolge der Belastungen aus dem Verkehr feine Risse in der oberen Asphaltdecke. Durch diese Risse kann Oberflächenwasser in die Fahrbahn eindringen. Bei Minustemperaturen gefriert das Wasser und dehnt sich im Asphaltbelag unter Volumenzunahme aus. Setzt dann das Tauwetter ein, schmilzt das Eis und es bilden sich Hohlräume im Asphaltbelag. Durch die Belastung aus Verkehr bricht der Hohlraum ein. Der Asphalt beginnt zu bröseln, das Ergebnis: ein Schlagloch

Wer kommt für Frostschäden auf? Wer repariert Frostschäden?
Kleine Frostschäden an Bundes-, Landes- und Kreisstraßen werden im Rahmen der Verkehrssicherungspflicht von den dafür zuständigen Unteren Verwaltungsbehörden, den Land- und Stadtkreisen mit ihren Straßenmeistereien sofort repariert. Hierfür erhalten sie entsprechende Betriebsmittelzuweisungen von Bund, Land und Kreis.
Den für die Unterhaltung der Landes- und Bundesstraßen zuständigen Unteren Verwaltungsbehörden bei den Stadt- und Landkreisen werden für den betrieblichen Straßenerhalt jährlich 13 Millionen Euro zur Verfügung gestellt.
Größere Erhaltungsmaßnahmen werden von den vier Regierungspräsidien im Land betreut. Insgesamt stehen in diesem Jahr für die Erhaltung der Landesstraßen rund 70 Millionen Euro zur Verfügung. Für die Erhaltung der Bundesfernstraßen werden voraussichtlich insgesamt 160 Millionen Euro investiert.

Beurteilung der Streustoffverteilung im Winterdienst

(BASt 23.02.2010) In den Wintermonaten geschehen zahlreiche Verkehrsunfälle aufgrund von Straßenglätte. Eine wirksame Glättebekämpfung setzt unter anderem das Ausstreuen von Tausalzen in ausreichender Menge und möglichst gleichmäßiger Verteilung voraus. Um diesen Prozess zu automatisieren, wurden zwei neue Verfahren zur quantitativen Bestimmung der Streustoffverteilung bewertet. Darüber hinaus wurde eine empirische Untersuchung zur Bestimmung der Wiederholbarkeit der Streustoffverteilung beim Einsatz des Kehrverfahrens durchgeführt.

Problem

Eine effiziente Glättebekämpfung mit Streumaschinen setzt eine gleichbleibende Streulage von Tausalzen bei verschiedenen Streudichten und Fahrgeschwindigkeiten voraus. Bislang ist dieser Prozess nicht automatisiert. Die Streufahrzeugführer müssen daher während des Einsatzes eine Nachregulierung vornehmen. Eine genaue Kontrolle der Streustoffverteilung während des Einsatzes durch den Fahrer des Streufahrzeuges erweist sich unter verschiedenen Bedingungen als sehr schwierig. Einen wesentlichen Einfluss auf die Streubildqualität hat auch das eingesetzte Tausalz. Die Streumaschine muss für das jeweils genutzte Tausalz entsprechend justiert sein. Für die Beurteilung von Streubildern für die Feuchtsalzausbringung gab es bisher keine Verfahren zur quantitativen Bestimmung der Streustoffverteilung.
Untersuchungsmethode

Es wurden zwei neue Verfahren zur Tausalzverteilung untersucht. In einem ersten Verfahren wurden die Streustoffe über Gummimatten ausgebracht und anschließend abschnittsweise aufgesaugt. Beim zweiten Verfahren (Kehrverfahren) wurden sie direkt auf die Fahrbahn ausgebracht. Danach wurden die Streustoffe abschnittsweise wieder aufgenommen. Die anschließende Wägung der Streustoffe lässt eine Bewertung der durchschnittlichen Verteilung in diesen Abschnitten zu. Außerdem wurde die Wiederholbarkeit der Prüfergebnisse des letztgenannten Kehrverfahrens empirisch überprüft. Dabei wurden weitere Einflüsse wie Fahrbahneigenschaften, Witterung und mögliche Fehler bei der Prüfungsdurchführung auf die Streubilder analysiert.

Ergebnisse

Mit beiden Verfahren ist eine Beurteilung von Feuchtsalzstreubildern bei praxisgerechten Fahrgeschwindigkeiten möglich. Das erste Verfahren ist bei der Aufnahme der Streustoffe sehr genau. Es ist aber durch die Herstellung der Prüffläche mit den Gummimatten recht aufwändig. Die Durchführung des zweiten Verfahrens ist schneller zu realisieren. Es konnte eine Wiederfindungsrate über 80 Prozent für feinkörnige Tausalze sowie über 90 Prozent für die in Deutschland meist verbreiteten Steinsalze nachgewiesen werden. Die Untersuchung zur Wiederholbarkeit von Prüfergebnissen des Kehrverfahrens ermöglichte Angaben über die bei der Prüfungsdurchführung entstehenden Toleranzen.

Mit diesem Verfahren waren bei älteren Streumaschinen große Unterschiede in der Streustoffverteilung festzustellen. Neuere Streumaschinen erfüllten bis zu einer Geschwindigkeit von 40 km/h die empfohlenen Anforderungen an die Streustoffverteilung. Bei höheren Geschwindigkeiten (bis 60 km/h) entsprach die Streustoffverteilung den Anforderungen in der Regel nicht mehr.

Folgerungen

Das Kehrverfahren hat sich bei durchgeführten Prüfungen der Feuchtsalzverteilungen bewährt. Unter den entsprechenden Voraussetzungen führt es zu ausreichend genauen Ergebnissen. Es wird empfohlen, die Erkenntnisse aus der Untersuchung zur Beurteilung der Streustoffverteilung in Hinweispapiere der Forschungsgesellschaft für Straßen- und Verkehrswesen einzuarbeiten. Von einer breiten Umsetzung der Erkenntnisse durch Hersteller und Anwender ist ein qualitätsgerechteres und sparsameres Ausbringen von Streustoffen zu erwarten.

Streustoffverteilung

Ausbringung von Tausalzen zur Beurteilung der Streustoffverteilung
(Bild: Horst Badelt, BASt)

Winterliche Witterungsbedingungen und Lieferschwierigkeiten der Salzlieferanten bereiten erhebliche Probleme

Voller Service wird für verkehrsbedeutsame Straßen aufrechterhalten

(HSVV 12.02.2010) Mit erheblicher Kraftanstrengung hat die Hessische Straßen- und Verkehrsverwaltung ihren Teil dazu beizutragen, dass den Verkehrsteilnehmern in diesem Winter bis dato das Streckennetz des Landes Hessen von rund 16.800 Kilometern Autobahnen, Bundes-, Landes- und Kreisstraßen weitestgehend uneingeschränkt zur Verfügung stand.

Zusammen mit den Lieferschwierigkeiten der Salzlieferanten stellen die lang anhaltenden winterlichen Witterungsbedingungen mit aufeinanderfolgenden Frost und Frost-Tau-Perioden als auch intensivem Schneeaufkommen den Winterdienst aber vor erhebliche Probleme.

Burkhard Vieth, Präsident des Hessischen Landesamtes für Straßen- und Verkehrswesen (HLSV): „Mit heutigem Stand haben wir bereits rund 165.000 Tonnen Streusalz auf die Straßen gebracht, das entspricht dem 1,5 fachen eines durchschnittlichen Winters. Vor dem Hintergrund der Lieferschwierigkeiten der Salzlieferanten können wir den von den Verkehrsteilnehmern gewohnten Service nunmehr nicht mehr uneingeschränkt für das gesamte hessische Streckennetz aufrecht erhalten. Priorität in der Betreuung müssen bis auf Weiteres verkehrswichtige Teile des Streckennetzes wie Bundesautobahnen und Bundesstraßen haben."

Für die Verkehrsteilnehmer bedeutet das, dass sie sich auf Einschränkungen in der Verfügbarkeit des hessischen Streckennetzes, vor allem bei den weniger befahrenen Straßen einstellen müssen. Die regionalen Begebenheiten können Verkehrsteilnehmer den Medien vor Ort entnehmen.

Vieth: „Wir bitten die Verkehrsteilnehmer um Verständnis und empfehlen – nicht nur im Interesse ihrer eigenen Sicherheit – das Fahrverhalten den Witterungsbedingungen anzupassen."

Winterdienst-Einschränkung auf Autobahnen bei anhaltenden Schneefällen möglich

(ABA 12.02.2010) Bei weiter anhaltenden Schneefällen kann es am kommenden Wochenende möglicherweise zu Einschränkungen im Winterdienst kommen. Parkplätze und Nebenanlagen könnten nicht mehr vollständig bedient werden. Bei den sechsstreifigen Strecken kann es auf dem zweiten Überholstreifen zu Einschränkungen kommen.
 
Die sieben sächsischen Autobahnmeistereien sind derzeit und auch am Wochenende mit allen zur Verfügung stehenden 64 Räumfahrzeugen im Dreischichtbetrieb rund um die Uhr im Einsatz, um Sachsens Autobahnen weitgehend schneefrei zu halten. Dennoch wird an die Autofahrer appelliert, sich Autobahnfahrten gut zu überlegen, generell vorsichtig zu fahren und mehr Reisezeit einzuplanen.

Derzeit geht das Autobahnamt davon aus, dass die Salzmengen ausreichen, sofern die in Aussicht gestellten Lieferungen erfolgen. Jedoch seien die Vorratslager der Produzenten, so heißt es, leer geräumt, das Salz werde direkt aus den Bergwerken ausgeliefert.

Winterdienst in Sachsen-Anhalt ist gut auf erneute Schneefälle vorbereitet

(MLV 12.02.2010) Die Straßenmeistereien in Sachsen-Anhalt sind auf die andauernde winterliche Witterung gut vorbereitet. „Die Mitarbeiter des Winterdienstes sind rund um die Uhr im Einsatz, um Autobahnen, Bundes- und Landesstraßen möglichst schnell zu räumen“, sagte Verkehrsminister Dr. Karl-Heinz Daehre heute in Magdeburg. Die Salzlager seien in den vergangenen Tagen wieder aufgefüllt worden. Mit einer Gesamtkapazität von bis zu 60.000 Tonnen sei genügend Streugut verfügbar, um auch kürzere Lieferengpässe überbrücken zu können.

Nach Auskunft von Sachsen-Anhalts Verkehrsminister sind in den zurückliegenden Wochen bereits mehr als 67.000 Tonnen Salz verbraucht worden. Das sind schon zum jetzigen Zeitpunkt gut 20.000 Tonnen mehr als im Durchschnitt der vergangenen Jahre. Nach ersten groben Schätzungen wird auch die Beseitigung der Winterschäden am Straßennetz in diesem Jahr deutlich teurer. Daehre bezifferte den bislang absehbaren finanziellen Mehrbedarf auf gut sechs Millionen Euro.

Angesichts der anhaltend winterlichen Witterung forderte Daehre die Kraftfahrer zu erhöhter Aufmerksamkeit und gegenseitiger Rücksichtnahme auf. „Jedem Verkehrsteilnehmer muss klar sein: Auch eine geräumte Winterstraße kann gefährlich sein, wenn man seine Fahrweise den veränderten Bedingungen nicht anpasst“, betonte er mit Blick auf eine Reihe von Unfällen, die vielfach auf überhöhte Geschwindigkeit oder mangelhafte Bereifung zurückzuführen waren.

Ausdrücklich lobte Minister Daehre das Engagement der Einsatzkräfte im Winterdienst. „Die Mitarbeiter leisten eine hervorragende Arbeit, die unsere Anerkennung verdient“, äußerte Daehre, der zugleich für Verständnis wirbt: „Bei starken Schneefällen zum Beispiel wird es auch künftig nicht möglich sein, das gesamte Straßennetz sofort und umfassend zu räumen.“

Auch in Thüringen mehr Winterschäden auf den Straßen absehbar

(TMBLV 09.02.2010) Der Thüringer Verkehrsminister Christian Carius rechnet zur Halbzeit der Winterdienstsaison aufgrund der lang anhaltenden Frostperiode mit tendenziell mehr Winterschäden als im vergangenen Jahr: „Seriöse Schätzungen können noch nicht gegeben werden, denn in zahlreichen Höhenlagen liegt Schnee und der Frost ist noch im Boden. Die Gebietsingenieure vor Ort sorgen für regelmäßige Sicherheitschecks und verkehrssichere Straßen. Gefahrenstellen werden mit Kaltmischgut ausgebessert.“

Mit den ersten Schneefällen bereits am 14. und 15. Oktober 2009 begann die Winterdienstsaison 2009/2010 in Thüringen. Seitdem sind auf den 4.600 km Landesstraßen, 1.650 km Bundesstraßen und 500 km Autobahnen rund 300 Räumfahrzeuge im Auftrag des Landes thüringenweit im Einsatz.

Für den weit überwiegenden Teil des Straßennetzes (innerörtlicher Verkehr sowie Gemeinde- und Kreisstraßen außerhalb der Ortschaften) liegt die Zuständigkeit für Winterdienst bei den Kreisen, Städten und Gemeinden. Gleiches gilt für die Straßeninstandhaltung. Hier sind allerdings Bund und Land für ihre eigenen Straßen in Ortsdurchfahrten in der Regel selbst zuständig. Nur in Städten mit mehr als 80.000 Einwohnern für Bundesstraßen und mit mehr als 30.000 Einwohnern für Landesstraßen liegt auch die Verantwortung für die Straßeninstandhaltung bei den Städten.

Der Verbrauch von Salz und Lauge auf Landes- und Bundesstraßen sowie Autobahnen hat sich im Vergleich zum vorhergehenden Jahr (Februar 2009) auf ca. 146 % erhöht, so hat die für die Autobahnen um Erfurt zuständige Meisterei statt 3.500 t in 2008/2009 7.000 t Salz im vergleichbaren Zeitraum streuen müssen.

Der Winter 2009/2010 ist von stark wechselnden Schnee-, Frost- und Tauperioden geprägt. So zählte der Freistaat im November, Dezember und Januar zu den kältesten und niederschlagsreichen Regionen Deutschlands.
Durch die Sprengwirkung gefrierenden Wassers in kleinen Rissen der Asphaltoberfläche der Straßen kommt es dabei zu Frostaufbrüchen, die sich in kurzer Zeit verbreitern und vertiefen. Häufiger Wechsel von Frost- und Tauperioden lässt darum in wenigen Wochen die umgangssprachlichen „Schlaglöcher“ entstehen. Entsprechend gestiegen sind notwendige Ausbesserungen mit Kaltmischgut. Die Autobahnmeisterei Erfurt hat bereits 200 % mehr Kaltmischgut einsetzen müssen wie im vergleichbaren Zeitraum in 2008/2009. Für die Unterhaltung und Instandsetzung der Landesstraßen sind in diesem Jahr rund 33 Millionen Euro im Haushalt veranschlagt.

Vermehrt auftretende Straßenschäden durch den strengen Winter sind ein bundesweites Phänomen. Zusätzliche Mittelbereitstellungen durch den Bund zur Beseitigung von Schäden auf den Bundesfernstraßen werden auf Initiative des Bundesverkehrsministers Ramsauer derzeit durch das Bundesverkehrsministerium geprüft.

Winterdienst im Dauereinsatz

(ADAC 11.02.2010) Der ungewöhnlich harte Winter erfordert von den Gelben Engeln des ADAC Rekordleistungen und Sonderschichten. Derzeit werden die Pannenhelfer mit täglich 15 000 bis 20 000 Einsätzen zum Teil doppelt so häufig angefordert wie an einem „normalen“ Februartag. Seit dem ersten Kälteeinbruch Anfang Dezember rückten die Helfer in der Not über 1 000 000 Mal aus, um liegengebliebene Fahrzeuge wieder flott zu machen. Das bedeutet eine Steigerung zum Vorjahreswinter um rund 12 Prozent, im Vergleich zum milderen Winter 2007/2008 um 34 Prozent.

Anhaltender Schneefall sowie Schnee- und Eisglätte brachten den Verkehr am Donnerstagvormittag vielerorts zum Erliegen. So meldete der ADAC allein von den deutschen Autobahnen Staus mit einer Gesamtlänge von mehr als 400 Kilometer.

Auch der Winterdienst befindet sich mit seinen Räum- und Streufahrzeugen im Dauereinsatz, um den Autofahrern das Weiterkommen zu ermöglichen. Damit, so der Club, schlagen jedoch auch die finanziellen Lasten dieses Winters immer stärker zu Buche. So kostet allein ein Tag Winterdienst nur auf den deutschen Autobahnen drei bis vier Millionen Euro. Die Mehrkosten, die den Autobahnmeistereien durch Räum- und Streuarbeiten bisher im Vergleich zu „normalen“ Wintern entstanden sind, belaufen sich auf rund 20 Millionen Euro.

Nach dem Schnee kommen die Frostschäden

(straßen.nrw 05.02.2010). Mit dem tauenden Schnee treten die Schäden zutage, die der lang anhaltende Winter bislang auf den Straßen in Nordrhein-Westfalen angerichtet hat. Für eine Bilanz der kompletten Schäden sei es noch zu früh, hieß es beim Landesbetrieb Straßenbau Nordrhein-Westfalen in Gelsenkirchen. Dazu müsse der Winter erst vorbei sein und der Frost sich komplett aus dem Boden zurück gezogen haben. Man werde frühestens im Frühjahr wissen, wie hoch die Anzahl der Schäden und damit die Schadenshöhe seien und in welchem Umfang saniert werden muss.

Betroffen sind aber vor allem die Straßen, die bereits vor dem Winter Schadstellen aufgewiesen haben. Dazu zählen besonders die Landesstraßen. Aber es zeigt sich auch, daß einige Autobahnteilstücke gelitten haben. Teilweise haben die Straßen.NRW-Autobahnmeistereien Schilder mit Tempobeschränkungen aufstellen müssen, teilweise finden aber auch schon jetzt Flickarbeiten statt, um die Verkehrssicherheit aufrecht zu halten.

Frostschäden sind zu finden auf der

-    A 1 zwischen Euskirchen und Wißkirchen, beide Fahrtrichtungen
-    A 2 bei Recklinghausen-Ost in Richtung Oberhausen
-    A 2 bei Dortmund-Nordwest in Richtung Hannover
-    A 2 bei Bielefeld-Zentrum in Richtung Oberhausen
-    A 2 bei Herford, beide Fahrtrichtungen
-    A 4 zwischen Düren und Buir in Richtung Köln
-    A 4 bei Overath in Richtung Olpe
-    A 33 südlich von Paderborn, beide Fahrtrichtungen
-    A 42 bei Castrop-Rauxel
-    A 43 bei Haltern in Richtung Münster
-    A 44 zwischen Büren und Lichtenau, beide Fahrtrichtungen
-    A 52 bei Marl in Richtung Essen
-    A 61 in der Anschlussstelle Rheinbach in Richtung Koblenz
-    A 61 im Autobahnkreuz Wanlo in Richtung Venlo
-    A 565 bei Bonn in Richtung Siegburg

Straßen.NRW geht davon aus, dass die Kosten zur Beseitigung der diesjährigen Frostschäden mindestens so hoch ausfallen werden wie im vergangenen Winter, der ebenfalls sehr hart war. Allein für die Durchführung von Sofortmaßnahmen wurden dabei mehr als zwei Millionen Euro verausgabt.

Frostschäden an Straßen entstehen, wenn Wasser durch eine defekte Oberfläche ins Innere der Straße eindringt und dort gefriert. Bei Frost vergrößert sich das Volumen des Wassers: die Risse vergrößern sich bis schließlich Teile der Oberfläche abgesprengt werden. Als Sofortmaßnahme wird häufig Kalt-Asphalt in die Löcher geschüttet. Hierbei handelt es sich jedoch nicht um eine langfristige Lösung.

Winterdienst läuft eingeschränkt weiter

(straßen.nrw 25.01.2010) Im Bereich der Straßenmeistereien der Regionalniederlassung Münsterland von Straßen.NRW kann es aktuell zu Engpässen bei der Streusalzversorgung kommen. Deshalb kann der Winterdienst auf Bundes- und Landesstraßen in der kommenden Nacht voraussichtlich nicht in dem gewohnten Umfang und der bisherigen Qualität durchgeführt werden.

Die Verkehrsteilnehmer müssen sich auf nur geräumte und nicht gestreute Straßen einstellen und ihre Fahrweise an die bestehenden Verkehrsverhältnisse anpassen. Straßen.NRW geht davon aus, dass sich die Situation der Versorgung mit Streusalz kurzfristig durch für den morgigen Dienstag zugesagte Lieferungen wieder verbessert.

Die Regionalniederlassung Münsterland von Straßen.NRW betreut mit ihren sieben Meistereien in Rhede, Legden, Lüdinghausen, Steinfurt, Münster, Westerkappeln und Beckum rund 2.400 Kilometer Bundes- und Landesstraßen im Gebiet der Stadt Münster und der Kreise Borken, Coesfeld, Steinfurt und Warendorf.

(LBM 25.01.2010) Der Landesbetrieb Mobilität Rheinland-Pfalz wird mit seinen Straßen- und Autobahn-meistereien weiterhin wie bisher Räumeinsätze fahren, kann jedoch aufgrund massiver Lieferengpässe der Salzlieferanten nicht mehr alle Straßen gleichermaßen bedienen. Grund für die Lieferengpässe, die – wie in anderen Bundesländern auch – regional sehr unterschiedlich ausfallen, sind die deutschlandweit anhaltenden winterlichen Bedingungen. Für Donnerstag, 28., und Freitag, 29. Januar, wurden vom Wetterdienst erneut heftige Schneefälle angekündigt. Zwangsläufig muss daher der Service auf weniger wichtigen Straßen verringert werden.

Winterdiensteinsätze auf Bundesautobahnen werden nach wie vor rund um die Uhr durchgeführt, jedoch werden dort Parkplätze und Nebenfahrbahnen nur noch nachrangig bedient. Im nachgeordneten Netz ist der LBM gezwungen, die Einsätze auf die verkehrswichtige Zeit von 6 bis 20 Uhr zu begrenzen.

Entsprechend der Straßenfunktion werden hoch belastete Bundesstraßen, Strecken mit besonderen Gefahrenpunkten und Strecken zu Krankenhäusern, Feuerwachen und Polizeistationen, die häufig von Rettungsfahrzeugen genutzt werden, weiterhin bevorzugt bedient.

Bei mehrfach angebundenen Ortslagen kann nur noch die Hauptzufahrtsstraße im Winterdienst geräumt und gestreut werden.
In Ortsdurchfahrten kann grundsätzlich nur noch Schnee geräumt werden. Lediglich auf Steilstrecken in den Ortsdurchfahrten wird weiterhin Streusalz eingesetzt.
Die geringeren Fahrgeschwindigkeiten, die Bebauung und die gute Ausleuchtung wirken sich hier – bei fehlendem Streusalzeinsatz - positiv auf die Verkehrssicherheit aus, was außerorts nicht der Fall wäre.

Die Verkehrsteilnehmer müssen sich insgesamt auf verstärkte Einschränkungen in der Verkehrsqualität einstellen. Dies gilt insbesondere auf Nebenstraßen.

Bürger können sich in den Straßen und Autobahnmeistereien darüber informieren, welche Straßen betroffen sind. Dazu ist dort ab Mittwoch, 27. Januar, in der Zeit von 6 bis 20 Uhr eine Info-Hotline eingerichtet. Die jeweiligen Meistereien samt Telefonnummern finden Sie auf unserer Internetseite www.lbm.rlp.de und dort unter den Rubriken „Über uns“ und „Standorte“. Die Meistereien sind auch im Telefonbuch eingetragen.

Der LBM Rheinland-Pfalz wird alles tun, damit sich die Behinderungen in Grenzen halten. Trotzdem folgende Hinweise an die Verkehrsteilnehmer:

-   Vermeiden Sie Fahrten, die nicht unbedingt notwendig sind.

-   Vermeiden Sie Steilstrecken.

-   Wenn eine Fahrt unumgänglich ist, starten Sie nur mit Winterausrüstung (dazu gehören auch
    Schneeketten) und ausreichend Treibstoff im Tank.

-   Fahren Sie vorsichtig!

Winterdienst 57

Nationale Streusalzreserve wenig hilfreich

(ACE 04.02.2010) Der ACE Auto Club Europa hat die von der FDP erhobene Forderung nach einer nationalen Streusalzreserve als wenig hilfreich zurückgewiesen. Eine solche Maßnahme gehe an der vor Ort vernachlässigten Verkehrssicherungspflicht als Kern des Problems vorbei. Zudem betrage der Anteil der in die Verantwortung des Bundes fallenden Verkehrswege gerade einmal 12 Prozent (75.600 km) vom Gesamtnetz der öffentlichen Straßen (630.000 km).

„Außerdem funktionieren Streu- und Räumdienste auf Bundesautobahnen unter den gegebenen Umständen immer noch am besten“, sagte ACE-Sprecher Rainer Hillgärtner am Donnerstag in Stuttgart. Demgegenüber sei die Lage in Kommunen und Landkreisen vielerorts prekär. „Hier ist die Versorgungslücke augenfällig. In der Folge werden Verkehrsteilnehmer einem erhöhten Unfallrisiko ausgesetzt, was nicht sein darf“, sagte der ACE-Experte. Er warf den Kommunen vor, die Kapazitäten der Streusalzlager in den vergangenen Jahren aus Kostengründen systematisch und massiv heruntergefahren zu haben. „Wenn die Kommunen kein Geld für Salz haben, hilft aber auch eine Verpflichtung des Bundes nicht weiter“, meinte Hillgärtner. Das sei ähnlich, wie bei der aus Finanzgründen nicht realisierbaren Auflage des Bundes zur Schaffung von Kita-Plätzen durch die Gemeinden.

Der ACE hatte bereits Anfang Januar auf die drohenden Engpässe bei der Versorgung von Räumfahrzeugen mit Streusalz hingewiesen. Mit Blick in den Kalender und auf die Wettervorhersagen sei jedem Verantwortlichen schon lange klar gewesen, was auf die Räum- und Streudienste zukomme. Doch bei etwas länger anhaltenden Schneefällen seien die Salzhalden immer noch schon binnen 48 Stunden leer geräumt, während früher der Vorrat bis zu 14 Tage gereicht habe. Weiter kritisierte der ACE, dass die Versorgung mit Nachschub alleine auf dem Just-in-time-Prinzip beruhe und dies eine aufwändige Beschaffungslogistik erforderlich mache. Salzlieferanten würden mitunter mit Ausschreibungen konfrontiert, die dazu verpflichteten, innerhalb weniger Stunden zu liefern. Das – so der ACE – lege die Vermutung nahe, dass der Vorrat vor Ort häufig zu knapp bemessen werde oder sogar schon aufgebraucht sei. Die Nachlieferungen erfolgten dann erst zu einem Zeitpunkt, zu dem eine akute Straßenglätte bereits eingetreten ist, ohne dass dem durch Streueinsätze hätte vorgebeugt werden können.

Der ACE befürchtet unter dem Druck dringend benötigter Nachlieferungen von Streusalz, dass es in der Branche zu verbotenen Preisabsprachen kommen kann. Der Club fordert deswegen besonders die Kommunen auf, sie sollten als Großabnehmer und Winterdienstleister die derzeitigen Methoden der Lagerhaltung überprüfen. „Unüberlegte Kostensenkung und die Pflicht zur Verkehrssicherung sind unvereinbar“, sagte Hillgärtner. Autofahrer hätten schließlich ein Recht darauf, dass die Straßenverkehrsbehörden auch im Winter einen besonderen Beitrag zur Unfallverhütung leisteten. „Stadtkämmerer und Finanzminister benutzen aber offenbar den Rücken der Bürger als Schreibunterlage für ihren Rotstift“, monierte Hillgärtner. Die aufgrund nicht geräumter Straßen verursachten Kosten durch Staus und Unfälle bekämen dann die Verkehrsteilnehmer aufgebürdet.

Schneedecke auf Autobahn

Der Winterdienst ist ständig im Einsatz - kann aber nicht gleichzeitig überall sein

Autobahn im Schnee

Angepaßte und defensive Fahrweise führen sicher zum Ziel

Zufriedenstellende Zwischenbilanz des Winterdienstes

(ABA 09.01.2010) Die sieben sächsische Autobahnmeistereien haben die Nacht zum Sonnabend (9.Januar) gemeistert und die Autobahnen weitestgehend von Schnee und Eis frei gehalten. Lediglich die Überholspuren waren zum Teil weiß beschneit, aber dennoch befahrbar. Alle 63 Fahrzeuge waren im Einsatz. Hier wurden weder technische Ausfälle noch Unfälle verzeichnet. Am Sonnabendmorgen kam es allerdings verschiedentlich zu Behinderungen des Winterdienstes infolge von Unfällen, an denen überwiegend Brummifahrer beteiligt waren. Ein Lob erteilt das Autobahnamt all jenen, die sich an die Witterung angepasst verhalten.
Für die Meisterei Nickern, zuständig für die A17, war das Wochenende eine Premiere. Seit die Autobahn nach Tschechien frei gegeben wurde, hat es hier noch keine Witterung gegeben, die den Beinamen "echter Winter" verdient hätte. Nur an einer Stelle kurz vor der Grenzbrücke türmte sich bis Sonnabend Mittag der von der Fahrbahn geschobene Schnee auf den Seitenstreifen. Betonwände verhindern hier, dass er ganz von der Fahbahn geschoben werden kann. Im Lauf des Tages sollen die weißen Massen mit einer Fräse entfernt werden. Der Verkehr ist dadurch nicht beeinflusst.
An diesem Wochende sind die sieben sächsischen Meistereien mit allen zur Verfügung stehenden Kräften im Einsatz. 63 Fahrzeuge, vom Unimog bis zum Dreiachsigen LKW mit 380 PS Leistung und Ladekapazität für sieben Kubikmeter Salz sorgen für freie Fahrt auf den 532 Kilometer Fahrbahnen sowie auf den Ein- und Ausfahrrampen an den Anschlussstellen und auf den Durchfahrten der Parkplätze. Das rund 180 Köpfe zählende "fahrende Personal" arbeitet grundsätzlich in 12-Stunden-Schichten, die sich so überlappen, dass pro 24 Stunden in drei Schichten gearbeitet wird. In den Salzlagern, in Schlossereien und im Betriebsfunk arbeiten ihnen weitere 20 Kollegen zu. Auf diese Weise sind die Meister in der Lage, flexibel auf alle Änderungen zu reagieren. Jeder einzelne Meister entscheidet souverän für seinen Bereich. Individuell auf jeden Standort errechnete Vorhersagen des Deutschen Wetterdienstes, die alle drei Stunden aktualisiert werden, sowie die Daten der eigenen 19 Glättemeldeanlagen erlauben ein schnelles und zielgerichtetes Agieren.
Die Salzvorräte reichen. Am Sonnabend bekamen die Meistereien wieder Nachlieferungen. "Unsere Lieferanten halten die Verträge ein", vermeldet das Autobahnamt zufrieden. Vereinzelt kommen die Salzlaster verspätet, weil auch sie länger unterwegs sind. Zumindest erhalten sie dann in den Meistereien heißen Kaffee.

Bundesweit gelten auf Autobahnen Räumschleifen von maximal drei Stunden. Das bedeutet, dass ein Teilstück aller drei Stunden ein Winterdienstfahrzeug "gesehen haben" muss. Insbesondere die für die gebirgsnahen Strecken (A 72, A17) zuständigen sächsischen Meistereien haben sich zum Ziel gesetzt, diese Zeiten auf zwei Stunden zu drücken. Bei starkem Schneefall – wie für dieses Wochenende angekündigt – können sich in dieser Zeit dennoch einige Zentimeter Neuschnee auf der Fahrbahn ansammeln.
Winterdienstfahrzeuge geben bei starkem Schneefall ein Tempo von unter 50 km/h vor. Hier ist Geduld gefragt. Autofahrer werden dringend gebeten, die Räumfahrzeuge nicht zu überholen. Denn der Räumschild erzeugt einen Schneewall auf der Fahrbahn. Wer diesen beim Aus- und Wiedereinscheren durchbricht, muss mit Schleudergefahr rechnen.
In der Regel fahren auf den Autobahnen zwei Räumfahrzeuge, mit einem Sicherheitsabstand von mindestens 50 Metern voneinander, um zwei bzw. drei Fahrstreifen in einem Zug zu beräumen. Der Sicherheitsabstand ist nicht dazu gedacht, die Fahrzeuge zu überholen. Dies ist aus den bereits genannten Gründen gefährlich.
Bei Unfällen oder Staus sollte unbedingt eine ausreichend breite Gasse gebildet werden, damit der Winterdienst nach vorne kommen und die Fahrbahn weiter beräumen kann.

(LBM 09.10.2010) Der Landesbetrieb Mobilität Rheinland-Pfalz (LBM) ist gut vorbereitet: Personal, Fahrzeuge und Geräte sind bereits seit Tagen im Einsatz und für das kommende Wochenende in Rufbereitschaft. Es sind derzeit noch mehr als 50.000 Tonnen Salz eingelagert. Um diese Menge einschätzen zu können, sei gesagt, dass zur Sicherstellung der Befahrbarkeit der Bundesautobahnen, Bundes-, Landes- und Kreisstraßen in Rheinland-Pfalz in einem mittleren Winter rund 150.000 Tonnen Salz verbraucht werden. An Spitzentagen bei lang anhaltendem Schneefall und Frost kann der Verbrauch aber auch bis zu 9.000 Tonnen täglich betragen.
Im Süden von Rheinland-Pfalz (Rheinhessen, Pfalz) werden die Straßen- und Autobahnmeistereien derzeit bedarfsgerecht durch die Streustofflieferanten bedient. Auch in den Höhenlagen von Westerwald, Eifel und Hunsrück ist noch ausreichend Salz für das kommende Wochenende eingelagert. Bei Bedarf sind Nachlieferungen möglich.

Trotzdem der Hinweis an die Verkehrsteilnehmer:
- vermeiden Sie Fahrten, die nicht unbedingt notwendig sind;
- vermeiden Sie Steilstrecken;
- wenn eine Fahrt unumgänglich ist, starten Sie nur mit Winterausrüstung und ausreichend Treibstoff im Tank;
- fahren Sie vorsichtig.

(MBV 08.01.2010) „Der Straßenbaubetrieb Straßen.NRW ist gut aufgestellt im Winterdienst. Bei den vorhergesagten Schneemassen können die Verkehrsteilnehmer aber nicht davon ausgehen, dass die Straßen immer und überall von Schnee und Eis befreit sind“, sagte Verkehrsminister Lutz Lienenkämper am Freitag (8. Januar). Bei extremen Wetterverhältnissen könne es passieren, dass nicht überall alle Fahrspuren auf den Autobahnen geräumt seien. Vorrang hätten die rechte Spur und die Überholspur, der dritte Fahrstreifen und auch der Standstreifen könnten schon mal weiß bleiben. „Anstatt dass wir vier oder fünf Fahrzeuge auf einer Autobahn einsetzen, um sie auf ganzer Breite zu räumen, werden die Fahrzeuge auf mehrere Strecken verteilt und die Umlaufzeiten verkürzt“, so der Minister. Die Zielgröße der Einsatzwagen auf ihren Runden liegt bei zwei Stunden: „Theoretisch kommt der Streuwagen also alle zwei Stunden an derselben Stelle vorbei. Bei Staus oder Unfällen kann das auch länger dauern. Dann ist die vorher geräumte und gestreute Fahrspur vielleicht schon wieder zugeschneit“, sagte Lienenkämper.

Die Salzvorräte des Landesbetriebes Straßenbau werden voraussichtlich für das Wochenende ausreichen. Noch rund 50.000 Tonnen Salz lagern in den Vorratshallen; etwa 70.000 Tonnen sind bislang in diesem Winter auf die Straßen gebracht worden. „Im Zweifel werden vorrangig die besonders stark befahrenen Strecken des überörtlichen Straßennetzes, gefährliche Stellen und Steigungs- und Gefällestrecken gestreut. Darin sind wir uns auch mit den kommunalen Spitzenverbänden einig. Notfalls stellt Straßen.NRW dafür den Städten und Gemeinden Salz zur Verfügung “, betonte Lienenkämper. Dementsprechend würden Autobahnen, auf denen im Schnitt täglich 80.000 Fahrzeuge mehr unterwegs sind als auf den Landesstraßen, eher gestreut.

Die 2.100 Straßenwärter des Landesbetriebes Straßenbau werden auf den Autobahnen im Zweischichtbetrieb rund um die Uhr arbeiten. Aber auch auf den Bundes- und Landesstraßen werden sie nahezu rund um die Uhr im Einsatz sein. Fast 700 Streu- und Räumfahrzeuge rollen im Winterdienst. Straßen.NRW betreut 20.000 Kilometer Autobahnen, Bundes- und Landesstraßen in Nordrhein-Westfalen.

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