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Wer den 18. Juli 2010 auf der A 40 erlebt hat, hätte zu gern gesehen, was auf der gesamten Autobahnstrecke los war. Endlich macht dies das im November 2010 erschienene Buch „Ein Tag wie noch nie!“ möglich. Hier kann der Leser sich noch einmal an diesen besonderen Tag erinnern und neue Eindrücke hinzugewinnen.
In seiner Einleitung berichtet Fritz Pleitgen, gefolgt von kurzen Schilderungen der beiden Chef-Organisatoren Jürgen Fischer und Ralph Kindel, von den seit April 2007 laufenden Vorbereitungen. Welche Schwierigkeiten, Hürden und Finanzprobleme zu überwinden waren liest sich hier recht locker, lässt aber auch gleichzeitig die Mühen erahnen, die diese gewaltige Herausforderung mit sich brachte.
Die abwechslungsreichen Bilder sind im Wesentlichen von Westen nach Osten, also von Moers bis Dortmund, sortiert. Die Herausgeber haben die schwierige Aufgabe, aus dieser Fülle der unzähligen kleinen und großen Höhepunkte dieses wohl einmaligen Tages auch noch die besten Bilder auszuwählen, perfekt gemeistert.
Mit den Vorbereitungen zum Aufbau beginnt die interessante Bilderfolge des Druckwerkes. Dieser begann am 17. Juli 2010 Punkt 22.00. Die Nachtaufnahmen lassen die Mühen der freiwilligen Helfer erahnen. Auch zu dieser Zeit von zahlreichen Schaulustigen beobachtet.
Faszinierend sind immer wieder die im Buch enthaltenen großformatigen Luftaufnahmen der erst leeren und dann von drei Millionen Menschen besuchten Autobahn.
Neben den großen Darstellungen , aufgenommen z.B. vom Dach des Essener Evonik-Hochhauses oder vom Presse-Kran in Essen-Frohnhausen am ‘(Helmut)-Rahnschnellweg‘, finden sich aber zahlreiche Detailaufnahmen der vielen Ideen der Teilnehmer, deren unglaubliche Kreativität und Phantasie diesen Tag mit zu etwas ganz Besonderem machte. Die Fotografen richteten ihre Objektive auch auf hunderte von Menschen, die gleichzeitig Teilnehmer und Gestalter, Gäste und Gastgeber waren. Die hier wiedergegeben Eindrücke können nur einen Bruchteil der millionenfachen Geschehnisse an der A 40 vermitteln, und selbst diese hier auch nur ansatzweise aufzulisten, ist unmöglich. Diese möchte der geneigte Leser bitte im Bildband selber betrachten.
Als gegen 17.00 das Flugzeug mit dem Transparent „Danke, dat war’s“ über den Ruhrschnellweg flog und die Teilnehmer wie selbstverständlich die A 40 verließen begann mit dem zügigen Abbau die letzte organisatorische Herausforderung dieses weltweit einmaligen Großereignisses. Auch hier haben die Herausgeber die interessantesten Fotografien ausgewählt.
Abgerundet wird der Bildband durch vier vergleichende Aufnahmen des Ruhrschnellweges in Essen-Huttrop anläßlich des autofreien Sonntags am 25.11.1973 (während der sog. „Ölkrise“), an einem normalen Werktag (allerdings mit ungewöhnlich wenig Verkehr), mit dem Besucherandrang am Tag des „Still-Leben Ruhrschnellweg“ und kurz vor der Rückkehr des Verkehrs am 19.07.2010.
Den Ausklang bilden Auszüge „Aus dem Gästebuch“, „Daten und Fakten“, „Pressemeldungen“, eine Übersicht über „Die Gruppen der Community“, und eine Aufstellung „Ohne SIE wäre dieser Tag nicht möglich gewesen“ – ein herzlicher Dank an die vielen tausend freiwilligen Helfer.
Zu diesem Tag und dem Buch kann abschließend nur der gebürtigen Essener Heinz Rühmann zitiert werden: „Kolossal !“
Empfehlung des Rezensenten: Kraftwerks lange Version des Stückes „Autobahn“ mehrfach hintereinander auflegen und entspannt die Impressionen des Buches genießen.
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