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A 8 Lämmerbuckeltunnel / Geschichte

A8 Lämmerbuckel 26
A8 Lämmerbuckel 50BW050

Das Stuttgarter Portal nach 1949

A 8 Lämmerbuckeltunnel Stuttgarter Portal

Das Stuttgarter Portal Anfang der 1990er Jahre

A8 Lämmerbuckeltunnel Stuttgarter Portal Schild 167
A808014-Laemmerbuckel-Datum-00-00-1956

Das Ulmer Portal nach 1949

A8 Lämmerbuckeltunnel Ulmer Portal

Das Ulmer Portal Anfang der 1990er Jahre

Der Lämmerbuckeltunnel, am Albaufstieg der A 8 gelegen, ist mit dem Nasenfelstunnel der älteste noch in Betrieb befindliche Autobahntunnel in Deutschland.

Im Zuge der damaligen Reichsautobahn Stuttgart – Ulm wurden ab 1934 verschiedene Pläne zur Verkehrsführung am Albaufstieg ausgearbeitet. Die letztlich umgesetzten Planungen sind bis heute noch kaum verändert unter Verkehr.

Ein wichtiges Bauwerk der Richtungsfahrbahn München wurde der Lämmerbuckeltunnel. Er sollte rund 625 m lang und 8 m hoch werden. Die Fahrbahn war mit einer Breite von 7,50 für zwei Fahrstreifen vorgesehen. An jeder Seite war Platz zwei erhöhte Gehwege von 1,15 m Breite. Zwischen der Oberkante des Tunnels und der darüber befindlichen Landschaft liegen im Mittel rund 40 m.

Der Tunnelanstich erfolgte im Herbst 1937. Im Sommer 1938 erfolgte der Durchbruch im Sohlstollen. Nach Kriegsbeginn 1939 kamen die Arbeiten nur langsam voran. Bis Ende 1940 wurden Tunnelwände und – decke mit 90 cm dickem Klinkermauerwerk versehen, welches in jeweils 8 m lange Bauabschnitte unterteilt war. Ab Juli 1941 wurden, bis zur endgültigen Einstellung der Bauarbeiten wenig später, nur noch Sicherungsmaßnahmen durchgeführt. Bis auf drei Bereiche in der Tunnelmitte waren die Arbeiten schon weit fortgeschritten.

A808023-Laemmerbuckel-Datum-00-00-1949 A 8 Lämmerbuckeltunnel 12

Gerüste im Tunnel - einst und jetzt

Durch die zunehmend starken Bombenangriffe der Alliierten, auch auf zivile und industrielle Ziele, wurden Teile der Rüstungsindustrie mehr und mehr auch unter die Erde verlegt. Der leer stehende und nicht nutzbare Tunnel in der schwäbischen Alb wurde daher als Standort ausgewählt. Je eine Tunnelhälfte wurde an Daimler-Benz zur Herstellung von Teilen für Flugzeugmotoren und an die Werkzeugmaschinenfabrik Heller vergeben. Die Tunnelportale wurden durch starke Panzertore gesichert. Ebenfalls ins Tunnelinnere wurden Unterkünfte, Strom, Lüftungs- und Heizungsanlagen eingebaut.

Obwohl der gesamte Albaufstieg bis 1945 nicht nutzbar war, erblieb dem Lämmerbuckeltunnel das Schicksal einer Sprengung im Jahre 1945 nicht erspart. Diese betraf den nicht ausgebauten Mittelteil, so daß die bereits ausgebauten Abschnitte nicht in Mitleidenschaft gezogen wurden.

Die noch fehlenden mittleren Bereiche wurden 1948/49 ausgebaut und der Tunnel von den Resten der Industrieanlagen und den Schuttmassen leer geräumt. Ein Teil der Arbeiter wohnte in Baracken oberhalb des Stuttgarter Tunnelportals.

Nachdem in der jungen Bundesrepublik der Autobahnbau 1955 wieder voll in Gang gekommen war, konnte bis 1957 der Tunnel fertig gestellt werden. U.a. waren die Portale erstellt worden, die Anbauten für Wartung und Überwachung des Betriebes errichtet und die Tunnelwände mit Fliesen verkleidet worden. Dieses damals gängige Verfahren sollte eine leichte Reinigung der Tunnelwände ermöglichen und Spritzwasser abhalten. Ebenso wurde eine umfangreiche Belüftungsanlage in Betrieb genommen. Auch wurden im Zeichen des Kalten Krieges Sprengkammern eingebaut. Erst jetzt erfolgte der Einbau einer Fahrbahndecke. Am 25. Mai 1957 erfolgte die Gesamtfreigabe des Albaufstieges zwischen Mühlhausen (im Täle) und Hohenstadt. Der Lämmerbuckeltunnel war seinerzeit der längste Autobahntunnel Europas.

Seit 30. Oktober 1937 war der gesamte Verkehr auf dem Albabstieg (Drackensteiner Seite) im Gegenverkehr betrieben worden (mit Unterbrechungen im Frühjahr 1945). Fehlende Erfahrung beim Bau, mangelhafte Wartung während der Kriegs- und Nachkriegsjahre und steigende Lasten beim Schwerverkehr machten eine grundhafte Erneuerung dieses Abschnitts notwendig. Daher wurde der Albaufstieg bis zur Fertigstellung dieser Arbeiten von März – Juni 1960 ebenfalls im Gegenverkehr betrieben.

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Steckdose - Ausführung Antik

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Notrufanlage - Blick Richtung Stuttgart

A8 Sprengkammer 139

Aufgang zur Sprengkammer

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Betriebskilometerschild auf 1950er Fliesen

A 8 Sanierungsarbeiten im Lämmerbuckeltunnel

Weitere Informationen:

Drackensteiner-Hang.de

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