Rodenkirchen 10

 

 

 

A 1 Rheinquerung - Große Brückenkoalition

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Die Rheinbrücke im Zuge der A 1 zwischen Köln-Merkenich und Leverkusen-Wiesdorf in der Abenddämmerung

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Ausgetauschte Verstärkungen

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Das Innere des Hohlkörpers

(eA 23.07.2013) Die Rheinbrücke im Zuge der A 1 zwischen Köln-Merkenich und Leverkusen-Wiesdorf stand nach einem glühend heißen Sommertag am Abend des 23. Juli 2013 wieder einmal im Fokus des Medieninteresses.
Anlaß war dies Mal der Besuch von Bundesverkehrsminister Dr. Peter Ramsauer und NRW-Verkehrsminister Michael Groschek, welche die Brücke von innen besichtigten. Die Hitze des Tages war im Stahlhohlkörper noch deutlich zu spüren und ließ neben den Offiziellen auch die angereisten Journalisten erahnen, was es heißt hier drin zu arbeiten. Ohne Tageslicht, ohne frische Luft, bei extremer Hitze, bei dröhnendem Verkehrslärm und mit dicker Sicherheitsbekleidung müssen hier in unbequemen Körperhaltungen vor allem Schweißarbeiten durchgeführt werden.
Diese Arbeiten sind für die Verkehrsteilnehmer nicht zu sehen und müssen daher auch bekannt gemacht werden.

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Der Raum zwischen dem Brückenüberbau und dem Widerlager auf Leverkusener Seite

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Dr. Peter Ramsauer

Die A 1 Rheinbrücke ist und bleibt ein sicheres Bauwerk

Wenn auch manche Medienvertreter behaupteten in einer „Ruine“ gewesen zu sein und diese Brücke als Synonym für eine angeblich marode Verkehrsinfrastruktur hinstellen, so wird dieses Bauwerk dennoch lange Jahre in der Lage sein, den anfallenden Verkehr einer durchschnittliche tägliche Verkehrsstärke (DTV) von rund 120.000 Kfz, davon etwa 14.000 Lkw zu bewältigen. Seit dem 6. Mai 2013 stehen auf der Rheinbrücke Leverkusen wieder sechs, wenn auch verengte, Fahrstreifen zur Verfügung. Das Tempo bleibt auf 60 Stundenkilometer begrenzt; für den Schwerverkehr mit mehr als 44 Tonnen bleibt die Brücke gesperrt.

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Erklärung der Arbeiten im Inneren

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Jürgen Roters, OB von Köln, ergreift das Mikrophon

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Großer Medienandrang

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Michael Groschek und Dr. Peter Ramsauer

Planungen für die neue Rheinquerung

Da die Grenzen der Belastbarkeit für das Bestandsbauwerk jedoch absehbar sind, werden verschiedene Entwürfe für die neue Rheinbrücke erarbeitet.

Die Stadt Leverkusen, am Abend durch ihren Bürgermeister Reinhard Buchhorn vertreten, hätte am liebsten eine komplette Tunnellösung zwischen der kleeblattförmigen Anschlußstelle Köln-Niehl und dem Autobahnkreuz Leverkusen. Zur deutlich längeren Planungs- und Bauzeit, zu den viel höheren Baukosten und den wesentlich größeren Betriebskosten sagt er nichts. Er verwies darauf, daß die Einwohner von Leverkusen durch diese Verkehrsbelastungen besonders betroffen sind. Das die ersatzlose Streichung der lediglich knapp acht Kilometer langen Entlastungsroute zwischen Köln-Worringen und dem Autobahnkreuz Monheim-Süd im wesentlichen auf das Betreiben seiner Vorgänger zurück ging, wußte er wohl selber nicht mehr.

Der Kölner Oberbürgermeister Jürgen Roters wies denn auch darauf hin, daß es vor allem schnell gehen muß. Durch die Ausweichverkehre bei Sperrungen für Lkw an der A 1 entstünden an den Rheinbrücken der Domstadt neue Schäden, für die vor allem die Stadt Köln aufkommen muß.

Der Verband Pro Mobilität hat in einer Studie untersuchen lassen, wie hoch die volkswirtschaftlichen Schäden durch die 92 Tage andauernden Sperrung der A 1 Brücke für Lkw über 3,5 Tonnen Gesamtgewicht waren und kam auf eine Kostensumme von schätzungsweise 60 bis 80 Millionen Euro. Der Güterverkehr mußte während der dreimonatigen Sperrung Umwege von durchschnittlich 20 Kilometer pro Fahrt zurücklegen. Jeden Tag waren davon rund 15.000 Lkw betroffen. Die volkswirtschaftlichen Kosten entstanden vor allem durch Zeitverluste, höhere Betriebs- und Kraftstoffkosten, aber auch durch Unfälle, Lärm und Umweltwirkungen.

Der Landesbetrieb Straßen.NRW überlegt nun, die neue Rheinquerung aus zwei eigenständigen und nebeneinander gesetzten Brückenbauwerken zu errichtet. Diese sollen jeweils vier Fahr-, einen Beschleunigungs- bzw. Verzögerungsstreifen und einen Seitenstreifen erhalten. Im Ablauf soll erst die nördliche Brücke mit der Richtungsfahrbahn Koblenz errichtet werden. Diese würde dann zuerst mit einer 6+0 Verkehrsführung betrieben, während dessen die bestehende Rheinbrücke zurück gebaut und das südliche Bauwerk mit der Richtungsfahrbahn Dortmund errichtet würde.

Die Bürger sollen in das Planungsvorhaben mit einbezogen werden. Der Zeit– und Kostenrahmen wird von Bundesverkehrsminister Dr. Peter Ramsauer derzeit mit einer Bauzeit bis 2020 für das nördliche Bauwerk und Gesamtkosten von 220 Millionen Euro veranschlagt.

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Querschnitt durch die Brücke (oben) - der jetzige Verlauf von A 1 und A 59 (unten)

Vergleiche:

A 1 Rheinbrücke Köln-Merkenich - Leverkusen

A 1 Rheinbrücke Leverkusen erneut für Lkw gesperrt

A 1 Rheinbrücke Leverkusen - Instandhaltung 2014 und Ministerbesuch

Weitere Informationen:

Pro Mobilität Studie

Straßen.NRW A 1 Rheinbrücke

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