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Meldungen zur Verkehrssicherheit

2010 Unfallreiches Jahr, aber weniger Verkehrstote denn je

(Destatis 07.07.2011) Das Jahr 2010 war das unfallreichste Jahr seit elf Jahren. Die Polizei erfasste bundesweit rund 2,4 Millionen Unfälle, das waren 4,2% mehr als im Jahr 2009. Trotz der gestiegenen Zahl an Unfällen starben im Straßenverkehr so wenig Menschen wie noch nie seit 60 Jahren. Im Jahr 2010 verloren 3 648 Menschen auf deutschen Straßen ihr Leben, 12% weniger als ein Jahr zuvor. Im Vergleich zum bisher schwärzesten Jahr der Unfallstatistik 1970 mit 21 332 Todesopfern ist das sogar ein Rückgang auf nur noch rund ein Sechstel.
Ein Grund für diese Entwicklungen im letzten Jahr waren die besonderen Witterungsbedingungen, vor allem in den Wintermonaten. Dadurch wurde die seit 1991 anhaltende rückläufige Entwicklung der Verkehrstotenzahl noch verstärkt.

Diese und weitere zentrale Ergebnisse der Straßenverkehrsunfallstatistik hat der Präsident des Statischen Bundesamtes (Destatis), Roderich Egeler, bei der heutigen Pressekonferenz in Berlin vorgestellt. Er betonte dabei, dass trotz aller Bemühungen um mehr Sicherheit im Straßenverkehr immer noch durchschnittlich alle zwei Stunden ein Mensch im Straßenverkehr getötet und rund alle anderthalb Minuten ein Mensch verletzt wurde.

Erstmals nach fünf Jahren kamen im Jahr 2010 wieder mehr Kinder zu Tode. Die Zahl der getöteten Kinder unter 15 Jahren im Straßenverkehr stieg im Vergleich zum Vorjahr um 16% auf 104 Kinder an. Fast jedes zweite getötete Kind verunglückte als Mitfahrer in einem Auto. In fast allen anderen Altersgruppen ging die Zahl der Unfallopfer zurück. Die günstigste Entwicklung hatten die Jugendlichen im Alter von 15 bis 17 Jahren. Das zweite Jahr in Folge ging bei dieser Altersgruppe die Zahl der Getöteten um 24% zurück, auf nunmehr 101.
Obwohl es bei den 18- bis 24-Jährigen das zehnte Jahr in Folge eine Abnahme bei der Zahl der Getöteten gab, ist diese Altersgruppe mit den meisten Pkw-Fahranfängern immer noch mit Abstand am stärksten gefährdet. Gemessen an der Einwohnerzahl ist das Risiko in dieser Altersgruppe (102 Getötete je 1 Million Einwohner) mehr als doppelt so hoch wie im Durchschnitt aller Altersgruppen (45 Getötete je 1 Million Einwohner). Gegenüber dem Vorjahr ist die Zahl der getöteten 18- bis 24-Jährigen um 13% auf 690 gesunken. Auch bei den Senioren ab 65 Jahren hat sich die Zahl der Getöteten mit einer Abnahme um 18% auf 910 Personen positiv entwickelt.

Wird die Entwicklung bei der Zahl der tödlich Verunglückten in den letzten zehn Jahren betrachtet, zeigt sich eine besonders günstige Entwicklung für die Jugendlichen zwischen 15 und 17 Jahren und den jungen Erwachsenen im Alter von 18 bis 24 Jahren. Mit einem Rückgang von 67% beziehungsweise 62% von 2000 bis 2010 ist das bevölkerungsbezogene Sterberisiko dieser Altersgruppen wesentlich stärker zurückgegangen als das der übrigen Altersgruppen (- 47%). Dies deutet darauf hin, dass die Maßnahmen zur Erhöhung der Verkehrssicherheit insbesondere bei den Fahranfängern Wirkung zeigen.

Die schlimmsten Folgen haben Unfälle verursacht durch eine "nicht angepasste Geschwindigkeit". 40% aller Todesopfer im Straßenverkehr 2010 gingen auf diese Unfallursache zurück.

Innerhalb der 27 EU-Länder lag Deutschland mit 45 Getöteten je 1 Million Einwohner auf dem fünften Platz. Die von der EU vorgegebene Zielsetzung, die Zahl der Verkehrstoten von 2001 bis 2010 zu halbieren, hat Deutschland mit einem Rückgang von 48% aber knapp verfehlt. EU-weit ist die Zahl der Getöteten im Straßenverkehr nach vorläufigen Ergebnissen der Europäischen Kommission von 2001 bis 2010 um 44% gesunken. In ihrem neuen verkehrspolitischen Programm hat sich die EU wiederum das Ziel gesetzt, die Zahl der Unfalltoten bis zum Jahr 2020 um 50% zu reduzieren. Demnach müsste die Zahl der Verkehrstoten in Deutschland bis 2020 auf rund 1 800 sinken.

DVR-YouTube-Kanal >Sag Nein zu Hubert< gestartet
>Per Anhalter in den Wahnsinn<

(DVR 06.07.2011) Mit zehn „schrecklich“ komischen, satirischen Videos beziehungsweise Kurzspielfilmen zum Thema „Unfallursachen“ hat der Deutsche Verkehrssicherheitsrat (DVR) jetzt seinen ersten YouTube-Kanal (www.youtube.de/sagneinzuhubert) eröffnet. Insbesondere junge und unerfahrene Fahrerinnen und Fahrer stehen im Mittelpunkt der einzelnen Filme, die spezifische Fahr- und Verhaltensfehler beim Autofahren wie zum Bespiel überhöhte Geschwindigkeit, mangelnden Abstand, Handy-Nutzung oder Alkoholkonsum fokussieren oder sich mit illegalen Autorennen beschäftigen.

Den Rahmen für die einzelnen Kurzfilme der Serie „Per Anhalter in den Wahnsinn“ bildet dabei eine fiktionale und groteske Story. Der skrupellose Anhalter Hubert legt es gezielt darauf an, jugendliche Fahrerinnen und Fahrer zu gefährlichen Fahrweisen und falschen Verhaltensweisen beim Autofahren zu animieren. Denn von tödlichen Unfällen profitieren seine Familienmitglieder allesamt: die Mutter, die ein auf Beerdigungskaffee spezialisiertes Lokal betreibt, Bruder Wilfried, der als Bestatter nebenher auch im illegalen Organhandel tätig ist, und Bruder Berthold, der als Schrotthändler die Unfallautos verwertet. Und natürlich Hubert selbst, der von allen Provisionen kassiert. Huberts Masche: Er stellt sich mit vorgetäuschter Autopanne an die Straße, lässt sich „nur bis zur nächsten Tanke“ mitnehmen und versucht, seine jungen Opfer mit absurden Argumenten und Theorien von falschen Fahrstrategien zu überzeugen.

Erstellt wurden die Filme von der Agentur3B GmbH aus Bocholt in Kooperation mit der Firma ONAIR Video, Bocholt.
Parallel zum YouTube-Kanal gibt es zur Filmstory noch die Website www.sag-nein-zu-hubert.de und einen eigenen Facebook-Kanal mit allerlei Zusatz- und Hintergrundinfos zur skrupellosen Familiengang von Hubert.

Der DVR erhofft sich mit dieser Form der Ansprache in den sozialen Online-Plattformen eine Sensibilisierung der jungen Zielgruppe für Verkehrssicherheitsthemen. Sachliche Aufklärungsfilme und Appelle berühren die jungen Erwachsenen gerade im Internet kaum. „Der ‚schräge Hubert‘ hingegen hat eher das Potenzial, die Aufmerksamkeit der Zielgruppe zu finden, er kann Fehlverhalten bissig entlarven und eventuell einen gewissen Kultstatus erzielen“, so Carla Bormann, Referentin für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit beim DVR. „Wenn die skurrilen Filme auch nur einige risikobereite Fahranfänger zum Nach- und Umdenken anregen und damit schwere Unfälle vermeiden helfen, dann haben sie ihren Sinn erfüllt.“

Autobahnen am sichersten

(ACE 06.07.2011) Unmittelbar vor dem nächsten Höhepunkt der Ferienreisewelle hat der ACE Auto Club Europa davor gewarnt, die Unfallgefahren auf Autobahnen zu unterschätzen. Nach Auswertung von Zahlen des Statistischen Bundesamtes kommt der Club zu dem Schluss, dass vor allem in den Sommermonaten das Unfallrisiko steigt. Dass Autobahnen an Wochenenden deutlich sicherer seien als an Werktagen ist laut ACE eine verbreitete aber falsche Annahme. So passieren an einem durchschnittlichen Dienstag oder Mittwoch weniger Autobahnunfälle als an einem Samstag oder Sonntag.

Zwar gelten Autobahnen in Deutschland im Vergleich zu allen anderen Straßenarten als relativ sicher – kommt es auf einer Schnellstraße aber zu einem Unfall, sind die Folgen häufig weit schwerwiegender als auf anderen Verkehrswegen. “Nur jeder 20. Verkehrsunfall in Deutschland passiert auf einer Autobahn – doch ist auf diesen Strecken mehr als jeder zehnte Verkehrstote zu beklagen”, erklärte ACE-Sprecher Rainer Hillgärtner am Mittwoch in Stuttgart. Er verwies dabei auf eine von seinem Club jetzt vorgelegte Studie über Autobahnunfälle.

Danach sank die Zahl der Autobahnunfälle mit Personenschaden in den vergangen zehn Jahren (2000 – 2009) kontinuierlich um mehr als 28 Prozent, während die Zahl aller Verkehrsunfälle mit Personenschaden im selben Zeitraum lediglich um 18,8 Prozent zurück ging. „Autobahnen können in punkto Verkehrssicherheit eine insgesamt gute Bilanz vorweisen, sie wird aber leider getrübt von Rasern, deren Gemeinsamkeit meist darin besteht, dass sie sich im besten Alter befinden und PS-starke Autos bevorzugen“, sagte Hillgärtner. Demnach weist die Altersklasse der 25- bis 35-jährigen Fahrer die höchste Verursacherquote auf, direkt dahinter folgen die Fahranfänger im Alter von 18 bis 25 Jahren. Die meisten an Autobahnunfällen Beteiligten werden allerdings in der Altersklasse zwischen 35 und 45 Jahren gezählt. Auffallend ist zudem, dass Fahrzeuge mit einer Leistung bis 75 PS in deutlich geringerem Umfang in Autobahnunfällen verwickelt sind. Pkw mit einer Leistung über 90 kW (122 PS) sind dagegen überproportional häufig an Unfällen beteiligt.

Als beunruhigend wertet der ACE die Tatsache, dass bei 40 Prozent aller Autobahnunfälle die Verursacher mit nicht angepasster Geschwindigkeit fuhren. “Für eine beachtliche Minderheit ist die Aufhebung einer Geschwindigkeitsbegrenzung offenbar gleichbedeutend mit einem Freibrief zum Rasen”, kommentierte ACE-Sprecher Hillgärtner die hohe Zahl von Tempounfällen. Zugleich erinnerte er daran, dass Fahrer, die schneller als mit der in Deutschland geltenden Richtgeschwindigkeit von 130 Kilometer pro Stunde (km/h) unterwegs sind, im Falle eines Unfalls grundsätzlich selbst dann mit der Anrechnung einer Teilschuld rechnen müssten, wenn sie nicht direkt für den Unfall verantwortlich gemacht werden können.

Autobahnunfälle: Länderbilanz uneinheitlich
Eine vom ACE vorgenommene Auswertung der Autobahnunfälle nach Bundesländern zeigt teils starke regionale Unterschiede. Berechnet auf 1.000 Autobahnkilometer besteht in Berlin mit 3.597 Unfällen das größte Risiko zu verunglücken. Die Gefahr eines Unfalls ist dort zweieinhalb Mal größer als sonst in Deutschland und sogar etwa fünfeinhalb Mal so groß wie im Bundesland Mecklenburg-Vorpommern. Auffallend ist, dass bis auf Berlin alle ostdeutschen Bundesländer Zahlen aufweisen, die besser sind als der Bundesdurchschnitt.

ACE_Grafik_Autobahnunfaelle.pdf

Neue Technologien um vorhandene Verkehrsinfrastruktur effektiver zu nutzen

(BSI 30.06.2011) Auf Bayerns Straßen wird, ausgehend von 2007, bis 2025 ein Anstieg der Güterverkehrsleistung um rund 56 Prozent und des Pkw-Verkehrs um etwa 18 Prozent erwartet. "Diese Verkehrszunahme können wir - schon aus finanziellen und ökologischen Gründen - nicht allein durch den Neubau von Straßen bewältigen. Wir brauchen neue Ideen und Technologien, um den Verkehr sicher zu steuern. Mit moderner Verkehrstelematik wollen wir die vorhandene Infrastruktur effektiver nutzen und durch Verkehrssteuerung und Verkehrslenkung Überlastungen vorbeugen bzw. entschärfen", sagte Innenminister Joachim Herrmann, der Schirmherr des Telematik-Kongresses 2011 in Nürnberg.
Verkehrsbeeinflussungsanlagen tragen wesentlich zur Erhöhung der Verkehrssicherheit bei. Sie gehören inzwischen auf hoch belasteten Autobahnstrecken zum Standard. Geschwindigkeitsvorgaben, die Anzeige von Überholverboten, Stauwarnungen und sonstigen Warnhinweisen sowie von Alternativrouten bei Staus und die automatisierte Freischaltung des Standstreifens sind dadurch möglich. Herrmann: "Unsere Erfahrungen zeigen, dass sich durch die situationsangepasste Regelung des Verkehrs das Unfallgeschehen um bis zu ein Drittel reduzieren lässt." Eine solche Anlage gibt es beispielsweise auf der A 73 zwischen den Anschlussstellen Baiersdorf-Nord und Erlangen-Zentrum in Fahrtrichtung Nürnberg.

"Ein weiteres erhebliches Potential sehen wir im kooperativen Verkehrsmanagement in Ballungsräumen. Dabei werden die Verkehrsleitstrategien zwischen den Städten und den Autobahndirektionen abgestimmt", so Herrmann weiter.

Bayern ist außerdem an zahlreichen bundes- und europaweiten Forschungs- und Förderprojekten beteiligt und erprobt auch weitere telematische Erfassungs- und Steuerungsmaßnahmen. So sollen zum Beispiel Lkw-Fahrer frühzeitig über freie Stellplätze auf Autobahnparkplätzen bzw. über belegte Anlagen informiert werden. An der Rastanlage Vaterstetten werden dazu Erdmagnetfeldsensoren getestet. Zwischen den Tank- und Rastanlagen Nürnberg-Feucht und Köschinger Forst wird ein Lkw-Parkleitsystem erprobt. Um Staus an Baustellen auf Autobahnen zu vermeiden, entwickelt die Straßenbauverwaltung ein Arbeitsstellenmanagementsystem. Für eine verlässliche Information der Verkehrsteilnehmer müssen die jeweils aktuellen Verkehrsdaten erfasst werden. Dazu testet die bayerische Straßenbauverwaltung derzeit auf einem Testfeld auf der A 9 im Bereich Fischbach im Projekt i-route verschiedene Detektionsverfahren.

Bisher gibt es auf den bayerischen Autobahnen rund 670 Kilometer Verkehrsbeeinflussungsanlagen. In den nächsten Jahren sollen weitere 15 Anlagen mit einem Investitionsvolumen von rund 112 Millionen Euro eingerichtet werden.

Unter www.bayerninfo.de bietet der Freistaat Bayern den Verkehrsteilnehmern kostenfrei unter anderem Informationen über Staus und Baustellen, das aktuelle Straßenwetter sowie einen dynamischen Routenplaner für ganz Bayern, der Störungen berücksichtigt und auch auf Umsteigemöglichkeiten vom Pkw auf öffentliche Verkehrsmittel hinweist.

Leitfaden für effizientes Arbeitsstellenmanagement im Internet

(BASt 25.05.2011) Arbeitsstellen sind geplante Eingriffe in den Verkehrsraum, die zur Unterhaltung, Erhaltung und Erweiterung der Straßeninfrastruktur erforderlich sind. Eine Bund/Länder-Arbeitsgruppe unter Leitung der Bundesanstalt für Straßenwesen (BASt) erarbeitete jetzt einen Leitfaden zum Arbeitsstellenmanagement auf Bundesautobahnen.

Das Foto zeigt eine Baustelle.Unter Leitung der Bundesanstalt für Straßenwesen wurde ein Leitfaden zum Arbeitsstellenmanagement auf Bundesautobahnen erarbeitet (Foto: Autobahndirektion Nordbayern)

Ziel des Leitfadens ist ein wirksames Arbeitsstellenmanagement auf Autobahnen. Arbeitsstellenbedingte Verkehrsstauungen sollen auf ein Minimum reduziert werden. Der Straßenraum soll dabei für die Verkehrsteilnehmer weitestgehend bereitgestellt werden. Zudem sollen die durchzuführenden Arbeiten wirtschaftlich sein.

Der Leitfaden enthält Vorgaben für die Planung und Durchführung von Arbeitsstellen kürzerer und längerer Dauer sowie ergänzende Hinweise zu den einschlägigen Regelwerken und Verfahrensweisen. Er beschreibt die Rahmenbedingungen für die Realisierung von technischen und organisatorischen Maßnahmen, um den Eingriff in den Verkehrsablauf so gering wie möglich zu halten. Die zusätzlichen „Ausführungshinweise zum Leitfaden zum Arbeitsstellenmanagement auf Bundesautobahnen“ enthalten ergänzende Hinweise zur Anwendung des Leitfadens und werden fortlaufend aktualisiert.

Der Leitfaden richtet sich an die mit der Planung und Durchführung von Arbeitsstellen Betrauten und die an diesem Prozess Beteiligten, beispielsweise Straßenbauverwaltung und Straßenverkehrsbehörden, ausführende Baufirmen und Konzessionäre, Polizei sowie Fachfirmen zur Absicherung von Arbeitsstellen.

Leitfaden und Ausführungshinweise werden durch das Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung (BMVBS) für die Bundesautobahnen mit sofortiger Wirkung eingeführt. Die Regelungen sollen entsprechend auch für mehrbahnige Bundesstraßen angewandt werden.

BASt - Arbeitsstellenmanagement

09-2011 Baustelle BASt

Engstelle für Verkehrsteilnehmer und Baufahrzeuge gleichermaßen (Bild BASt)

Deutschland: 19.05.2011  Schutzleitplanken: Lebensretter entlang der Autobahn

Verhaltensanweisungen bei Notsituationen in Straßentunneln

(BASt 27.04.2011) Richtiges Verhalten in Straßentunneln kann Leben retten. Im Rahmen eines Forschungsprojektes der Bundesanstalt für Straßenwesen wurden deshalb das Wissen von Autofahrern zum Verhalten bei Notfällen in Straßentunneln und verschiedene Optimierungsmöglichkeiten von Verhaltensanweisungen
experimentell untersucht. Dazu zählten neben optisch-haptischen auch verschiedene akustische Signale, die zu einem schnelleren Verlassen des Gefahrenbereiches beitragen können.

Problem
Unfälle in Tunnelanlagen sind seltener als auf offenen Autobahnstrecken. Kommt es jedoch zu einem Unfall, ist die Unfallschwere im Tunnel meist deutlich höher. Das haben in den vergangenen Jahren Tunnelbrände im Alpenraum deutlich gezeigt. Ein Ziel ist es daher, die Tunnelsicherheit zu erhöhen und die betroffenen Verkehrsteilnehmer in die Lage zu versetzen, sich bei Störungen schnell, sicher und richtig zu verhalten.

Untersuchungsmethode
In einer Internetbefragung wurden zunächst 423 Personen aller Altersgruppen zu ihrem Wissensstand hinsichtlich der Ausstattung von Tunneln, zu ihren Gefühlen bei Tunnelfahrten und ihrem Verhalten bei Bränden befragt. Darüber hinaus wurden Fachleute aller Bundesländer angeschrieben und gebeten, einen kurzen Fragebogen zum sicherheitstechnischen Stand, zur Art und zum Umfang von Notfallplänen für Tunnelbauwerke zu beantworten, in denen es zu kritischen Situationen (zum Beispiel Brand oder schwerer Unfall) gekommen war. Außerdem wurde in zehn Straßentunneln die Geräuschkulisse gemessen, die die Verständlichkeit von Durchsagen beeinträchtigen könnte. Um zu prüfen, wie Personen aus einem Tunnel mit hoher Geräuschkulisse schnellstmöglich evakuiert werden können, testeten 40 Probanden in einer Bunkeranlage verschiedene Leitmöglichkeiten wie Lauflichter, Dioden-Laser, Handlauf und deren Kombinationen. Es fanden Versuche statt mit dem Ziel herauszufinden, welches akustische Signal Fahrzeuginsassen am ehesten zum Verlassen von Fahrzeugen veranlasst und welches Signal optimal zum Notausgang leitet. So wurden Vogelstimmen, Töne von Musikinstrumenten, eine Singstimme, eine Sprechstimme und weißes Rauschen erprobt.

Ergebnisse
Die repräsentative Befragung der Versuchspersonen zeigte, dass der allgemeine Wissensstand zu Schildern im Tunnel gut ist. Fast alle Befragten kannten die Zeichen für Feuerlöscher, das Notruftelefon und den Notausgang. Einige Verhaltensweisen, die für Tunnel gelten, sind gut bekannt. Das betrifft zum Beispiel das Verbot, zu wenden oder rückwärts zu fahren. Alarmierend ist allerdings, dass 42 Prozent der Befragten die Zeit, die bei einem Brand zur Evakuierung zur Verfügung steht, überschätzen. Zugleich unterschätzen sie die Dramatik der Situation und erleben das Fahrzeug als einen Schutzraum. Die Folge ist, dass sie bei Feuer und Rauch zu lange im Fahrzeug sitzen bleiben. Die besten Ergebnisse zur Evakuierung des Tunnels zeigte in den experimentellen Tests eine Kombination aus einem Lauflicht mit sieben LEDs (Durchmesser fünf Millimeter gelb-grüne Farbe, Wellenlänge des emittierten Lichts: 555 Nanometer), deren Abstand zum Ende hin kürzer wird (anfangs 50 Zentimeter bis zu 20 Zentimeter am Ende), und einem Handlauf. Die Experimente zeigten zudem, dass es sinnvoll ist, bei Tunnelbränden die Sprachausgaben durch spezielle Sounds zu ergänzen oder zu ersetzen, die gut lokalisierbar und in ihrer Wirkung selbsterklärend sind. Als besonders effektiv haben sich dabei ein Bass-Sound „Sägezahn“ (Periode zehn auf 50 Hertz) oder ein dunkler Ton aus der Orgelpfeife (sieben Hertz) erwiesen. Bei diesen Sounds waren die meisten richtigen Interpretationen zu verzeichnen und die Emotionen, die geweckt werden, eignen sich dazu, Menschen aus dem Tunnel zu treiben. Entgegen den bisherigen Aussagen in der Literatur ist das weiße Rauschen (ohne Zusatz) nicht zu empfehlen.

Folgerungen
Obwohl das theoretische Wissen über Sicherheitseinrichtungen im Tunnel als weitgehend gut angesehen werden kann, besteht Nachholbedarf bezüglich der Notwendigkeit, im Brandfall das Fahrzeug schnell zu verlassen. Ziel muss sein, dass Betroffene kleinere Störungen selbst beheben. Wird die Situation kritisch, muss eine schnelle Räumung des Tunnels eingeleitet werden. Dafür ist es notwendig, zwei Signalarten zu entwickeln: Warnungen bei kleineren Störfällen und Notfall-Warnungen, die zum sofortigen Verlassen der Tunnel auf dem dafür besten Weg veranlassen.

300 Großbrücken in Nordrhein-Westfalen sanierungsbedürftig

(Strassen.NRW 01.04.2011) In Nordrhein-Westfalen müssen in den nächsten zehn Jahren auf den Bundesfernstraßen über 300 Großbrücken saniert, verstärkt und teilweise neu gebaut werden. Auf den Bund kommen dadurch Investitionskosten von 3,5 Milliarden Euro zu. Darauf weist der Parlamentarische Staatssekretär im Ministerium für Wirtschaft, Energie, Bauen, Wohnen und Verkehr des Landes Nordrhein-Westfalen, Horst Becker , hin. Becker äußerte sich im Interview mit den Straßen.NRW-News Heft 2/April 2011, der Beschäftigtenzeitschrift des Landesbetriebs Straßenbau NRW. In den nächsten zehn Jahren müsse der Bund jährlich allein für die Brückensanierung soviel ausgeben, wie er derzeit insgesamt für die Erhaltung seiner Straßen, also für Fahrbahnen, Brückenbauwerke und verkehrstechnische Einrichtungen jedes Jahr in NRW ausgibt.

Zur Aufrechterhaltung der Verkehrssicherheit und um die zentralen europäischen Verkehrsachsen für den Schwerlastverkehr befahrbar zu halten, sei die Sanierung unumgänglich. Der Sanierungsbedarf gehe sogar noch über die vordringlichen 300 Projekte hinaus: "In den Folgejahren werden noch weitere 700 Großbrücken aus den Boomzeiten des Straßenbaus in den 1960er und 1970er Jahren hinzu kommen; das wird eine Herkulesaufgabe", sagte Becker. In diesem Jahr will der Bund für die Erhaltung der Bundesfernstraßen in Nordrhein-Westfalen 369 Millionen Euro ausgeben. Das Land hat für die Landesstraßen die Erhaltungsmittel auf 78,5 Millionen Euro erhöht.

Die Straßenbrücken vor allem aus den 1960er Jahren waren nie für die heutigen Verkehrsbelastungen geplant. Auf den Autobahnen fahren in Nordrhein-Westfalen im Schnitt täglich rund 60.000 Fahrzeuge, das sind 20 Prozent mehr als im Bundesdurchschnitt. NRW ist auch aufgrund der Altersstruktur seiner Bundesfernstraßen das von dieser Problematik mit Abstand am stärksten betroffene Bundesland. Erste Erfahrungen mit der Nachrechnung von Brücken zeigen, dass viele ältere Brücken sehr kurzfristig verstärkt oder erneuert werden müssen. Besonders kritische ältere Brücken, die nicht kurzfristig verstärkt oder erneuert werden können, müssen gegebenenfalls für den Schwerverkehr eingeschränkt werden. Werden die Kosten der notwendigen Brückenverstärkung unverhältnismäßig hoch, ist es oftmals wirtschaftlicher, die Brücken neu zu bauen.

Sorgen müssen sich Autofahrer dennoch nicht. Regelmäßige Brückenprüfungen der Straßen.NRW-Prüftrupps achten darauf, dass alle Brücken verkehrs- und standsicher sind. Straßen.NRW hat eine Projektgruppe Brückenertüchtigung gebildet, die jetzt vorrangig für die Brücken im Zuge von Autobahnen weitere Nachrechnungen der Statik und Prüfungen unternimmt, die Ergebnisse der Untersuchungen umsetzt und die Sanierungsmaßnahmen priorisiert. Dabei sollen die Hauptrouten für den Schwerverkehr in Nordrhein-Westfalen, das sind die Autobahnen A1, A 2, A 3 und A 40, zuerst bearbeitet werden.

Weitere Informationen:
http://www.strassen.nrw.de/_down/pub_brueckenertuechtigung.pdf

Köln 18.01.2011 Rätsel um die geheimnisvollen Kisten

Ein Drittel der Tagesbaustellen findet nachts statt

(straßen.nrw 18.03.2011) Ein Drittel der so genannten Tagesbaustellen hat im vergangenen Jahr nachts zwischen 20 und 5 Uhr stattgefunden. Damit hat Straßen.NRW den prozentualen Anteil im Vergleich zum Vorjahr gehalten. 2010 lag die Quote bei 32,5 und damit 0,2 Prozentpunkte höher als 2009. Allerdings war im vergangenen Jahr die absolute Zahl der "Baustellen kürzerer Dauer" geringer: Rund 13.500 Tagesbaustellen registrierten die Baustellenmanager beim Landesbetrieb Straßenbau Nordrhein-Westfalen auf den Autobahnen des Bundeslandes und damit 1.800 weniger als 2009.

Als Begründung für den Rückgang verweisen die Experten auf die starken Winter. Im Januar und Februar und auch gegen Ende des vergangenen Jahres fanden kaum kleinere Baustellen statt, weil häufig Schnee lag und der Boden gefroren war. Zudem waren in diesen Zeiträumen die Straßenwärter vor allem mit dem Winterdienst beschäftigt. In die Statistik, die in der vorliegenden Form seit zwei Jahren geführt wird, fließen die Tagesbaustellen ein, die aufgrund ihres Ausmaßes und der Belastung der Strecken für Staus sorgen können.

"Das ist ja genau der Grund, warum wir im Rahmen unseres aufwändigen Baustellenmanagements diese Arbeiten vielfach in die Nachtstunden verlegen", sagte Straßen.NRW-Hauptgeschäftsführer Winfried Pudenz in Gelsenkirchen. "Wir wollen auf diesem Weg den Verkehr auf unseren hoch belasteten Autobahnen möglichst wenig beeinträchtigen", so Pudenz. Zu den üblichen Tätigkeiten im Rahmen von Tagesbaustellen gehören Reparaturarbeiten an den Fahrbahnen und der Straßenausstattung (z. B. Schilder, Schutzplanken), aber auch das Markieren und Reinigen von Fahrbahnen sowie das Einrichten von Großbaustellen.

Verkehrsschwache Zeiten ausnutzen
Das nächtliche Arbeiten entspricht dem Konzept von Straßen.NRW, die verkehrsschwächeren Zeiten verstärkt für Arbeiten zu nutzen. Dazu gehören auch Vollsperrungen wie beispielsweise der A1 und der A3 bei Köln am Wochenende oder das geplante Sperren der A40 bei Essen im kommenden Jahr im Rahmen der Sommerferien. Auch auf den Großbaustellen wird häufig nachts und an den Wochenenden gearbeitet, dies lässt sich aber statistisch nicht eindeutig zuordnen und erfassen, weil je nach Bauphase unterschiedliche Arbeitszeitmodelle greifen können wie beispielsweise das Arbeiten "unter Ausnutzen des Tageslichts" (so genannte verlängerte Tagesschicht), das in den Sommermonaten auch bis in die Nacht dauern kann. Zudem hat nächtliches Arbeiten seine Grenzen, wenn beispielsweise die Baustelle stark ausgeleuchtet werden muss oder starker Lieferverkehr nötig ist und dadurch Anwohner in ihrer Nachtruhe gestört oder Verkehrsteilnehmer geblendet werden können.

>Uwaga niebezpieczne miejsce!<
Sachsen führt CB-Funk-Alarmsender für LKW ein

(SMWA 25.11.2010) „Achtung Gefahrenstelle!“. Diesen Alarm hören LKW-Fahrer ab jetzt, wenn sie über Sachsens Autobahnen fahren und sich einer Tagesbaustelle des Autobahnamtes nähern. Über CB-Funk warnt sie eine weibliche Stimme in mehreren Sprachen und hilft so, eine mögliche Gefahr besser wahrzunehmen und rechtzeitig zu reagieren.
Ausgestrahlt wird die Warnung über CB-Funk-Sender, die an Vorwarn- und Absperrtafeln von Fahrzeugen der Autobahnmeistereien angebracht sind.

Die Sender haben eine Reichweite von rund 350 Metern und erreichen die Fahrzeugführer so kurz vor der Gefahrenstelle. Sie werden verkehrsabhängig gesteuert und schalten sich bei einer Geschwindigkeit unter 30 Stundenkilometer ab.

Sachsens Verkehrsminister Sven Morlok (FDP) stellte heute das neue Sicherungssystem vor. „Wir wollen mehr Verkehrssicherheit für alle erreichen, die auf Sachsens Autobahnen unterwegs sind - und mehr Arbeitsicherheit für die Beschäftigten der Autobahnmeistereien, die einen ohnehin gefährlichen Job im Verkehrsraum ausüben.“

Häufige Ursache für zum Teil schwere Unfälle ist die Kolonnenfahrt von LKW, die dazu führen kann, dass Warnhinweise übersehen werden. „Mit dem Einsprechen in den CB-Funk gelingt es zum ersten Mal, sicher die Aufmerksamkeit der Fahrer zu erreichen und damit die Ursache für zum Teil schwerwiegende Unfälle“, erklärt Minister Morlok.

Empfangen wird die Warnung von Fahrzeugen, die mit CB-Funk ausgerüstet sind und ihn eingeschaltet haben. Sie erfolgt auf unterschiedlichen Kanälen in verschiedenen Sprachen. LkW-Fahrer aus anderen Ländern stehen während der Fahrt durch Deutschland auf „ihren“ Funkkanälen untereinander in Verbindung. Alle Autobahnmeistereien im Freistaat Sachsen haben den CB-Funk in Deutsch, Englisch, Polnisch und Tschechisch; die Autobahnmeisterei Nickern an der A 17 hat zusätzlich Italienisch, Russisch, Litauisch und Ungarisch. Der Bedarf wurde mit Hilfe einer manuellen Verkehrszählung an den Autobahnen ermittelt.
CB-Funk ist unter LKW-Fahrern nach wie vor weit verbreitet: rund 75 Prozent der LKW sind entsprechend ausgestattet. Von den damit ausgerüsteten LKW haben durchschnittlich 70 Prozent der Fahrer den CB-Funk während der Fahrt eingeschaltet.

Das Autobahnamt Sachsen hat 46 Funkwarnsender angeschafft. Die Beschaffung und Montage der Sender hat 221.000 Euro gekostet, die aus Mitteln des Bundes bezahlt wurden. Neben Sachsen haben NRW und Bayern dieses System einführt.

Vergleiche: Warnungen vor Baustellen über CB-Funk

Autobahnpolizei: 21.09.2010 Mit Hightech auf der Autobahn

Runter vom Gas 2
Runter vom Gas 1
Runter vom Gas 3

Erfolgreiche Verkehrssicherheitskampagne setzt neue Schwerpunkte

(BMVBS 22.09.2010) Bundesverkehrsminister Peter Ramsauer hat heute zusammen mit dem Vizepräsident des Deutschen Verkehrssicherheitsrats (DVR), Hans-Joachim Wolff die neuen Plakatmotive der Verkehrssicherheitskampagne „Runter vom Gas!“ vorgestellt.

Bei den eindringlichen und gefühlvollen Bildern steht das Schicksal von Schwer(st)verletzten und ihren Angehörigen im Vordergrund. Die vierte Plakatserie der Verkehrssicherheitskampagne „Runter vom Gas!“ setzt die drastische Bildsprache der vorherigen Motive fort. Die bisherigen Bilder schockierten mit nachempfundenen Todesanzeigen, Unfallwracks und Hinterbliebenen.

Ziel der Kampagne ist es, Verkehrsteilnehmer für die Gefahren im Straßenverkehr zu sensibilisieren. Hintergrund: Von den insgesamt 4.152 Verkehrstoten haben im vergangenen Jahr 1.632 Menschen ihr Leben bei Unfällen infolge von unangepasster Geschwindigkeit verloren.

Ramsauer: „Wer zu schnell fährt, gefährdet sich und andere. Rund 70.000 Menschen erleiden jedes Jahr bei Verkehrsunfällen schwere oder schwerste Verletzungen. Die neuen Plakatmotive zeigen das Schicksal der Verletzten. Damit wollen wir die Menschen aufrütteln und das Bewusstsein für die Folgen überhöhter Geschwindigkeit schärfen. Ich bin zuversichtlich, dass die Plakate dazu beitragen, die Zahl der Verkehrsunfälle in Deutschland weiter zu senken.“

Wolff: „Mit „Runter vom Gas!“ haben wir erreicht, dass in allen gesellschaftlichen Gruppen wieder intensiv über Verkehrssicherheit diskutiert wird. Durch die Plakate denken viele Menschen intensiv über ihre Verantwortung im Straßenverkehr nach und ändern ihr Fahrverhalten entsprechend.“


Neue Schwerpunkte der Kampagne

Ramsauer nannte auch neue Schwerpunkte der Kampagne „Runter vom Gas!“. So sollen künftig gezielt Gruppen angesprochen werden, die im Straßenverkehr besonders gefährdet sind, zum Beispiel Motorrad- und Fahrradfahrer sowie junge Menschen. Eine enge Kooperation wird es mit der Bundeswehr geben:

Ramsauer: „Wie viele aus eigener Erfahrung wissen, verabschiedet das Führungspersonal der Bundeswehr die jungen Rekruten mit einer kurzen Ansprache ins Wochenende. Auf unsere Bitte wird der Spieß diese Tradition nutzen, um die jungen Soldaten mit eindringlichen Worten auf die Notwendigkeit besonnenen Fahrens hinzuweisen. Ähnliche Kooperationen führen wir auch gemeinsam mit verschiedenen Einrichtungen des Zivildienstes durch.“

Die Verkehrssicherheitskampagne „Runter vom Gas!“ wurde im März 2008 gemeinsam von BMVBS und DVR initiiert und macht in Kooperation mit der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung (DGUV) mit Autobahnplakaten auf die Folgen unangepasster Geschwindigkeit aufmerksam. Sie umfasst auch Anzeigen, Fernseh-, Kino- und Radiospots sowie eine umfangreiche Öffentlichkeits- und Facharbeit.

www.runter-vom-gas.de

Neue Verkehrsleitsysteme auf NRW-Autobahnen

(straßen.nrw 22.09.2010) Das Verkehrsmanagement auf den Autobahnen in Nordrhein-Westfalen ist um weitere zehn "dWiSta-Standorte" (dynamische Wegweiser mit integrierter Stauinformation) ergänzt worden. Mit der Umsetzung dieser Maßnahme durch die Straßen.NRW-Autobahnniederlassung Hamm kann nun beispielsweise der Fernverkehr zwischen den Regionen Osnabrück/Bremen und dem westlichen Ruhrgebiet über sogenannte Alternativrouten umgeleitet werden.
Zwischen den hierfür bedeutenden Entscheidungspunkten am Autobahnkreuz Lotte/Osnabrück und dem Dreieck Bottrop bieten sich insbesondere die A 30 und die A 31 an, die größtenteils über ausreichende Kapazitäten verfügen. Für den Fernverkehr lohnt sich die Befahrung dieser Alternativroute über das Autobahnkreuz Schüttorf bereits ab einer Staulänge von drei Kilometern auf der Hauptroute (A 1, A 2 und A 43). Vor allem beim noch bevorstehenden Ausbau der A 1 zwischen Osnabrück und Münster werden die Anlagen gebraucht werden.

Die konkreten Umleitungsempfehlungen werden den Verkehrsteilnehmern über jeweils zwei dWiSta-Tafeln an den Autobahnkreuzen Lotte/Osnabrück und Bottrop angezeigt. Zusätzlich wurden am Autobahnkreuz Schüttorf weitere zwei dWiSta-Tafeln errichtet, um auch die Verkehrsteilnehmer aus den Niederlanden auf mögliche Stör- und Umleitungsfälle auf der A 30 und der A 31 aufmerksam zu machen. Um aktuelle und zuverlässige Aussagen über die Verkehrslage auf der Alternativroute zu erhalten, wurden in einem ersten Schritt bereits zusätzlich 19 Messstellen auf der A 30 und der A 31 errichtet. Hier werden aktuelle Verkehrsmengen und Geschwindigkeiten erfasst. Da ein kleiner Teil des betroffenen Autobahnnetzes durch niedersächsisches Gebiet führt, wurde das Projekt in Kooperation mit der Niedersächsischen Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr durchgeführt.
 

Weitere vier dWiSta-Tafeln wurden am Autobahnkreuz Wuppertal-Nord gebaut. Hier wurde die veraltete "Wechselwegweisung" durch die neue, flexible Anzeigentechnik ersetzt. Umgeleitet werden kann hier nun je nach Bedarf der Fernverkehr zwischen Wuppertal und Münster jeweils über die A 1 oder über die A 43. Auch für Hinweise
auf sonstige örtliche Ereignisse (Baustellen, Unfälle, Vollsperrungen) stehen die dWiSta-Tafeln vor den Autobahnkreuzen zur Verfügung.

Die zehn dWiSta-Standorte im Einzelnen (jeweils zwei Wegweiser):
- A 1 - vor dem Autobahnkreuz Lotte/Osnabrück in Richtung Dortmund
- A 2 - vor dem Autobahndreieck Bottrop in Richtung Hannover
- A 30 - vor dem Autobahnkreuz Schüttorf in Richtung Osnabrück
- A 1 - vor dem Autobahnkreuz Wuppertal-Nord in Richtung Bremen
- A 46 - vor dem Autobahnkreuz Wuppertal-Nord in Richtung Hagen

Für die Errichtung aller zehn dWiSta-Standorte inklusive der 19 Messstellen stellte der Bund rund 3,3 Millionen Euro an Investitionsmitteln zur Verfügung.

AUTOBAHNGESCHICHTE.de: Mit dWiSta raus aus dem Stau

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Sicherheitswesten für Schulanfänger
Start frei für Deutschlands größte Schutz-Aktion

(ADAC 22.09.2010) Start frei für eines der größten Kinderschutz-Projekte, die es in Deutschland je gegeben hat! Stellvertretend für alle 750 000 Schulanfänger erhielten heute 170 Berliner Schulkinder als Erste in Deutschland kostenlose, bunte Sicherheitswesten. Im Laufe der kommenden Woche werden die Jacken auch an alle anderen Erstklässler der teilnehmenden 16 000 Schulen in ganz Deutschland übergeben. Ziel dieser Gemeinschaftsaktion der ADAC-Stiftung „Gelber Engel", der BILD-Hilfsorganisation „Ein Herz für Kinder„ und der Deutschen Post ist es, den Schulweg für die Jüngsten noch sicherer zu machen. Die Schirmherrschaft für das Projekt haben Bundesfamilienministerin Kristina Schröder und der Präsident der Kultusministerkonferenz Ludwig Spaenle übernommen.

Alarmierend sind die immer noch hohen Unfallzahlen junger Verkehrsteilnehmer. So kamen in Deutschland im Jahr 2009 rund 30 000 Kinder im Straßenverkehr zu Schaden, 90 Kinder unter 15 Jahren starben. „Kinder verunglücken im Herbst deutlich häufiger als im Sommer„, so ADAC-Präsident Peter Meyer. „Deswegen müssen sie früher gesehen werden. Mit den Sicherheitswesten werden wir dieses Ziel erreichen.„ Jürgen Gerdes, Konzernvorstand Brief Deutsche Post DHL, erklärt: „Die Deutsche Post verstärkt ihr langjähriges Engagement für mehr Sicherheit von Kindern im Straßenverkehr. Denn: Wer viel transportiert, trägt besondere Verantwortung – gerade für die Sicherheit der Jüngsten.„ Sinkende Unfallzahlen sind für Marion Horn, Vorstandsvorsitzende der BILD-Hilfsorganisation „Ein Herz für Kinder„ Anlass für weitere Anstrengungen: „Kinderleben retten, Not lindern und die Sicherheit der Kleinsten im Straßenverkehr zu verbessern – dieser Aufgabe haben wir uns seit Jahren verschrieben. Der Erfolg unserer Arbeit bestärkt uns darin weiterzumachen.„
Finanzielle und materielle Unterstützung für die Großaktion kam von zahlreichen Spendern und Sponsoren. So kümmerte sich etwa das Textilunternehmen CWS-boco um die Entwicklung der neuartigen Westen, um das Design und eine TÜV-überwachte Herstellung.
Um die Verkehrssicherheit von Schulanfängern darüber hinaus zu verbessern, sollten Eltern den Schulweg mit ihrem Nachwuchs üben. Gefordert sind aber auch die Kommunen, die Voraussetzungen für einen gefahrlosen Schulweg zu schaffen, und nicht zuletzt die Autofahrer. Sie sollten stets ein waches Auge auf Kinder am Fahrbahnrand werfen und in der Nähe von Schulen besonders vorsichtig fahren.

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ADAC TV: Sicherheitswesten für Schulanfänger

ADAC: Die zehn wichtigsten Tipps zur Schulwegsicherheit

Gigaliner auf der Autobahn

(ApS. 17.09.2010) “... dass die Allianz pro Schiene kein Freund der Monstertrucks ist, hat sich inzwischen herumgesprochen. Dennoch hat unser frisch gedrehter Informationsfilm zu den für 2011 geplanten bundesweiten Testfahrten mit Riesen-Lkw jetzt helle Empörung in der Logistik-Sparte ausgelöst. Wörtlich heißt es in der Presseerklärung des DSLV: » Propagandavideo gegen Lang-Lkw - Angesichts der neuesten PR-Aktion der Allianz pro Schiene ist für den Deutschen Speditions- und Logistikverband (DSLV) die Grenze des Ertragbaren erreicht. In einem Youtube-Video stellt der Interessenverband den Lang-Lkw erneut als Straßenungetüm und Monstertruck dar, der den Verkehr in Innenstädten wie auf Landstraßen gefährdet und der per se umweltfreundlichen Schiene das Aufkommen wegnimmt. Anhand von Beispielen aus Schweden soll gezeigt werden, wie überlange Lkw Kreuzungen und Kreisverkehre blockieren. Sogar vor Bildern eines Unfalls mit tödlichem Ausgang schrecken die Filmemacher nicht zurück“, schimpft der DSLV.
(Mehr unter http://dslv.org/de/site/1344//sn2/page/presse/index.xml
)
Wir sind tatsächlich der Meinung, dass der Riesen-Lkw ein obszön langes Gerät ist. Das ist weder Propaganda, noch Polemik, sondern unsere klare Ansage. Wenn Sie über 18 Jahre alt sind, können Sie sich leicht selbst ein Bild über unseren Film machen: http://www.allianz-pro-schiene.de/gigaliner-film

Kommentar eAUTOBAHN: Gezeigt werden Lang-LKW u.a. auf der A 4 zwischen Magdala und Schorba, auf der Saaletalbrücke und im Lobdeburgtunnel sowie auf Parkplätzen.

Das ärgert Autofahrer auf der Landstraße

(DVR 03.09.2010) Mehr als die Hälfte der Autofahrer (57,3 Prozent) ärgert sich besonders über riskante Überholvorgänge auf der Landstraße. Dies ergab eine repräsentative Befragung unter 2.000 Verkehrsteilnehmern, die im Auftrag des Deutschen Verkehrssicherheitsrates (DVR) vom Marktforschungsinstitut Ipsos durchgeführt wurde. Auch dichtes Auffahren (51,8 Prozent), mangelhafter Fahrbahnbelag (41,4 Prozent) und Baustellen (39,4 Prozent) verursachen bei vielen Autofahrern Ärger. Mehr als jeden Dritten (38,5 Prozent) stört das zu schnelle Fahren.

Jeder dritte Verkehrsunfall mit Personenschaden in Deutschland ereignet sich auf Landstraßen. Dabei sind diese Unfälle oft besonders schwer. Etwa 60 Prozent aller tödlichen Verkehrsunfälle in Deutschland sind Landstraßenunfälle.

Der DVR empfiehlt, bei Landstraßenfahrten gelassen zu bleiben und auf Überholmanöver zu verzichten, wenn eine Gefährdung oder Behinderung nicht zweifelsfrei ausgeschlossen werden kann.

Bei einer repräsentativen Befragung im Auftrag des Deutschen Verkehrssicherheitsrates (DVR) gaben 57 Prozent der Autofahrer an, sich besonders über riskante Überholmanöver auf Landstraßen zu ärgern, etwa die Hälfte störte dichtes Auffahren. Der DVR empfiehlt, bei Landstraßenfahrten gelassen zu bleiben und auf Überholmanöver zu verzichten, wenn eine Gefährdung oder Behinderung nicht zweifelsfrei ausgeschlossen werden kann.

Warnschildertest in Bayern soll Geisterfahrer stoppen

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Sicher im Auto mit geschulten Eltern
Unfallrisiken für Kinder verringern durch richtiges Anschnallen

(ADAC 30.07.2010) Das größte Unfallrisiko für Kinder im Auto sind die Eltern – laut Statistischem Bundesamt sind mehr als die Hälfte der 2008 im Straßenverkehr verunglückten Kinder im Pkw von Mama und Papa mitgefahren. Der ADAC will hier zusammen mit seinem neuen Kooperationspartner Volkswagen mit dem Programm „Sicher im Auto“ gegensteuern.
Kinder, die jünger als zwölf oder kleiner als 1,50 Meter sind, gehören laut Gesetz in einen dem Gewicht und der Körpergröße entsprechenden Kindersitz, der zudem korrekt im Auto fixiert sein muss. Andernfalls kann der Sitz samt Kind bei einem Unfall zum Geschoss werden – mit der Kraft des bis zum 25-Fachen des Eigengewichts. Dennoch gibt es erschreckend viele Eltern, die den Nachwuchs überhaupt nicht oder nur unzureichend im Auto sichern.
ADAC-Vizepräsident für Verkehr, Ulrich Klaus Becker: „Wir müssen die Eltern stärker für die Sicherheit ihrer Kinder sensibilisieren.“Das Programm von ADAC und Volkswagen „Sicher im Auto“, das unter der Schirmherrschaft des Bundesverkehrsministeriums steht, vermittelt das richtige Angurten der kleinen Mitfahrer und das optimale Fixieren von Kindersitzen. Bundesweit stehen 110 geschulte Moderatoren zur Verfügung, die Tipps bei
Auswahl und Sicherung eines Kindersitzes geben. Volkswagen stellt für jede Veranstaltung Fahrzeuge zur Verfügung, an denen die Teilnehmer die korrekte Sicherung der Kinder trainieren können. „Speziell bei den Familienmodellen Sharan und Touran achtet Volkswagen auf eine kinderfreundliche und sichere Ausstattung. Entscheidend ist aber die richtige Sicherung der kleinen Mitfahrer, weshalb wir die Aktion nachdrücklich unterstützen“, betont Werner Eichhorn, Leiter Vertrieb und Marketing Deutschland, Volkswagen Pkw.
Die Veranstaltungen finden von September an in Volkswagen-Autohäusern, in Kindergärten sowie Kinderkrankenhäusern und Hebammenpraxen statt und sind kostenlos.

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4 152 Todesopfer im Straßenverkehr im Jahr 2009

(Destatis 15.07.2010) Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) mitteilt, sind im Jahr 2009 in Deutschland 4 152 Menschen bei Straßenverkehrsunfällen ums Leben gekommen. Das waren durchschnittlich elf Menschen täglich. Gegenüber dem Vorjahr nahm die Zahl der Getöteten um 325 Personen oder 7,3% ab. Mit diesem erneuten Tiefstand bei der Zahl der Verkehrstoten hat der Abwärtstrend seit 1991, dem Jahr mit den meisten Verkehrstoten nach der Wiedervereinigung Deutschlands, das 18. Jahr in Folge angehalten. Auch die Zahl der Verletzten hat im Jahr 2009 wieder abgenommen. Es wurden 2,9% weniger Verkehrsteilnehmer schwerverletzt und 2,7% weniger leichtverletzt.

Insgesamt hat die Polizei im vergangenen Jahr 2,31 Millionen Unfälle aufgenommen, 0,9% mehr als ein Jahr zuvor. Gestiegen ist nur die Zahl der Unfälle mit ausschließlich Sachschaden um 1,5% auf 2,0 Millionen, während die Unfälle mit Personenschaden auch im Jahr 2009 zurückgegangen sind (- 3,1%).

Erfreulich ist, dass auch im Jahr 2009 weniger Kinder unter 15 Jahren durch Straßenverkehrsunfälle ums Leben kamen, insgesamt waren es zwölf Kinder weniger als im Jahr 2008. Trotzdem starben noch 90 Kinder in dieser Altergruppe auf deutschen Straßen. Besonders ausgeprägt war die Entwicklung in der Altersgruppe der 15- bis 17-Jährigen im Jahr 2009. Die Zahl der getöteten Jugendlichen hat sich um 24% auf 133 verringert. Gegenüber dem Vorjahr kamen vor allem wesentlich weniger Jugendliche auf einem Motorrad zu Tode (- 19 Personen oder 45%).

Das neunte Jahr in Folge gab es einen Rückgang bei den Getöteten in der Altersgruppe von 18 bis 24 Jahren, in der es besonders viele Fahranfänger gibt. Im Jahr 2009 wurden 796 junge Erwachsene im Straßenverkehr getötet, 10% weniger als im Vorjahr. Dennoch haben die 18- bis 24-Jährigen nach wie vor das höchste Risiko im Straßenverkehr. 19% aller Getöteten und jeder fünfte Verletzte auf deutschen Straßen gehörte zu dieser Altersgruppe, dabei lag ihr Bevölkerungsanteil nur bei 8,3%.

Mehr Tote gab es im Jahr 2009 bei den Männern und Frauen im Alter von 65 oder mehr Jahren zu beklagen. Insgesamt starben 1 104 ältere Menschen an den Folgen eines Unfalles im Straßenverkehr, das waren 3,6% mehr als im Jahr zuvor. Auch bezogen auf ihre Bevölkerungszahl ist das Risiko der Senioren im Straßenverkehr zu sterben, um 2,3% gestiegen.

Deutlich weniger Menschen als im Vorjahr kamen im Hauptverkehrsmittel, dem Pkw, ums Leben (- 11% oder 258 Personen). Dagegen wurden mehr tödlich Verunglückte auf landwirtschaftlichen Zugmaschinen (+ 64% oder sieben Personen) und Fahrrädern (+ 1,3% oder sechs Personen) gezählt.

Die meisten Todesopfer im Straßenverkehr sterben auf Landstraßen, in 2009 waren es 59% aller Getöteten. Umso erfreulicher ist, dass sich die Zahl der Verkehrstoten mit 9,9% am stärksten auf diesen Straßen im Jahr 2009 verringert hat. Auf den Autobahnen wurden 4,0% und auf Innerortsstraßen 2,9% weniger Getötete als im Vorjahr gezählt.

Diese und weitere Informationen finden Sie in der Broschüre "Unfallentwicklung im Straßenverkehr 2009", die im Publikationsservice des Statistischen Bundesamtes unter http://www.destatis.de/publikationen kostenlos heruntergeladen werden kann.

HSVV verbessert Sicherheit der Verkehrsteilnehmer

(ASFINAG 30.06.2010) Die Hessische Straßen- und Verkehrsverwaltung (HSVV) kümmert sich um den Schutz der Verkehrsteilnehmer: Zur Erhöhung der Sicherheit auf Autobahnen wurden jetzt auf hessischen Autobahn - sowie Straßen- und Autobahnmeistereien elf Kehrmaschinen sowie 113 Sicherungsanhänger und 56 Leitkegel mit einem CB-Funkwarnsystem für Lkws ausgerüstet. Die Kosten hierfür betragen rund 1,2 Millionen €.

Da in der heutigen Zeit fast alle Lkws über CB-Funk verfügen, wird durch die Aussendung von Warnmeldungen über CB-Funk die Aufmerksamkeit der LKW-Fahrer frühzeitig auf Gefahrenstellen gelenkt. Auf diese Weise sollen die Unfälle an Tagesbaustellen minimiert werden. Dadurch erhöht sich die Sicherheit von Betriebspersonal und Verkehrsteilnehmern sowie die Verfügbarkeit der Straße.

Aufgrund des hohen Anteils an Lkws aus dem Ausland sollen die Warnmeldungen gleichzeitig in acht Sprachen gesendet werden. Die vorgesehenen Sprachen sind Deutsch, Englisch, Polnisch, Tschechisch, Italienisch, Russisch, Ungarisch und Türkisch. Die Fremdsprachen wurden entsprechend der Zählung ausländischer Verkehrsteilnehmer in 2008 ausgewählt.

Mittels eines CB-Funkwarnsenders kann man gleichzeitig Warnmeldungen in vier verschiedenen Sprachen auf den landesspezifischen Kanälen senden.
Daher werden die Sicherungsanhänger und die Kehrmaschinen mit jeweils zwei CB-Funkwarnsendern ausgerüstet, um in den acht vorgesehenen Sprachen gleichzeitig senden zu können. Ein Leitkegel hat jeweils nur einen CB-Funkwarnsender.

Vergleiche: Warnungen über CB-Funk

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Leitkegel mit CB-Funk (Bild HSVV)

Achtung: Baustelle!
Mehr Verkehrszeichen, mehr Fahrbahnmarkierungen, mehr Blinkzeichen,
 mehr Hektik, mehr Stress - weniger Abstand, weniger Platz.

(DVR 23.06.2010) Baustellen lösen bei vielen Autofahrern Unsicherheiten aus, bei manchen sogar Ängste. Nicht ohne Grund, denn bei Unfällen in Baustellen werden jährlich mehrere Tausend Menschen verletzt oder getötet. Der Deutsche Verkehrssicherheitsrat (DVR) empfiehlt deshalb, vor und in Baustellen besonders vorsichtig zu fahren.

Ein neues Verkehrsschild, das an einigen Autobahnen zurzeit versuchsweise steht, rät Autofahrern, versetzt zu fahren und vor allem Lkw nicht zu überholen. Wenn Pkw und Lkw versetzt fahren, fließt der Verkehr in einem Zug durch die Baustelle, solange es keine Störung gibt. Die versetzte Fahrweise erlaubt eine höhere Fahrzeugdichte bei erheblich größerer Sicherheit.

Aber auch in Baustellen, bei denen nicht zum versetzten Fahren geraten wird, ist es sinnvoll und sicherer, hinter einem Lkw auf der rechten Spur zu bleiben.

Plötzliche Spurwechsel vor Baustellenbeginn erhöhen die Unfallgefahr. Wer rechtzeitig vor der Baustelle seine Geschwindigkeit deutlich reduziert und die Geschwindigkeitsbegrenzung einhält, ist auf der sicheren Seite. Wird in einer Baustelle eine Fahrspur aufgelöst, soll man bis an die Verengung heranfahren und sich in dem so genannten Reißverschlussverfahren abwechselnd einordnen.

Die häufigste Unfallursache an Autobahnbaustellen ist die nicht angepasste Geschwindigkeit. Im Eingangsbereich führt zu schnelles Fahren oft zu Auffahrunfällen und im Ausgangsbereich zum Abkommen von der Fahrbahn. Der seitliche Zusammenstoß mit einem in gleicher Richtung fahrenden Fahrzeug steht in der Unfallstatistik an zweiter Stelle.

Eine dritte, wichtige Unfallursache ist der ungenügende Sicherheitsabstand. Der DVR empfiehlt als Abstand mindestens zwei Sekunden: Wenn der Vordermann an einem Verkehrszeichen oder Leitpfosten vorbeifährt, beginnt man langsam mit dem Zählen. Wer die beobachtete Stelle erst nach zwei Sekunden oder später passiert, hat genügend Abstand und kann schnell genug reagieren, wenn der Vordermann heftig und unvorhergesehen bremsen muss.

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"Vor und in Autobahnbaustellen besonders vorsichtig fahren", rät der Deutsche Verkehrssicherheitsrat (DVR), denn bei Unfällen werden dort jährlich mehre Tausend Menschen verletzt oder getötet. Ein neues Verkehrsschild, das an einigen Autobahnen zurzeit versuchsweise steht, empfiehlt Autofahrern, versetzt zu fahren und vor allem Lkw nicht zu überholen. Dies erlaubt eine höhere Fahrzeugdichte bei erheblich größerer Sicherheit (Bild DVR)

Verkehrsmanagement für Kinder - neues Mal- und Multifunktionsbuch Leo

(HSVV 31.05.2010) Wozu gibt es Seitenstreifen und wofür können sie benutzt werden. Was hilft den Verkehr am Laufen zu halten und was heißt denn eigentlich Mobil in Hessen sein?“, Antworten auf diese und andere Fragen möchte das neue Multifunktionsbuch „Leo und das Verkehrsmanagement geben, das heute von Verkehrsminister Dieter Posch in der Verkehrszentrale Hessen (VZH) in Frankfurt-Rödelheim vorgestellt wurde. „Kinder von heute sind die Verkehrsteilnehmer von morgen, deshalb ist es wichtig das Thema Verkehrsmanagement für Kinder nachvollziehbar darzustellen. Das neue Kinder-Mal- und Multifunktionsbuch wurde zusammen mit Schülerinnen und Schüler der vierten Klasse der Friedrich List-Schule aus Frankfurt am Main, ihrem Schuldirektor Helmut Mag und dem Hessischen Verkehrsminister Posch in der Praxis getestet.

Früher haben wir nur Straßen gebaut. Heute machen wir den Verkehr intelligent, damit die Menschen mobil sein können“ ist das Motto des Multifunktionsbuches.

Posch: "Aufgabe der heute vorgestellten Publikation ist es, kindgerecht und spielerisch die Arbeit der Hessischen Straßen- und Verkehrsverwaltung darzustellen. Leo der Verkehrsmanager führt die Kinder in die Arbeitswelt der Straßen- und Verkehrsverwaltung ein. Durch die leicht verständliche Darstellung entwickelt sich so schon bei den Kleinen ein gewisses Verständnis für Baumaßnahmen, Ökologie, Sicherheit und eben das Verkehrsmanagement."

Für ein Transitland wie Hessen im Herzen von Deutschland und Europa ist Mobilität sowohl unter wirtschaftlichen, ökologischen als auch sozialen und kulturellen Aspekten eines der großen Zukunftsthemen. Dies gilt es – auf spielerische Art und Weise – auch der nachwachsenden Generation zu verdeutlichen. Hessen hat sich mit dem 2003 gestarteten Projekt „Staufreies Hessen 2015“ das Ziel gesetzt, für eine stetige Verbesserung des Verkehrsflusses auf Hessens Straßen zu sorgen. Die Staufrei-Initiative ist bereits jetzt eine Erfolgsgeschichte. Trotz steigendem Verkehrsaufkommen und einem nicht unbegrenzt möglichen Ausbau der bestehenden Infrastruktur, ist es in einem kurzen Zeitraum gelungen, die Stauzeiten auf hessischen Autobahnen deutlich zu reduzieren und damit Sicherheit und Verfügbarkeit zu steigern. „Um 80 Prozent sind die Stauzeiten in den letzten acht Jahren zurückgegangen“, sagte der Minister. Das sei ein ausgezeichnetes Ergebnis, insbesondere wenn man berücksichtige, dass die Verkehrsmenge im gleichen Zeitraum um rund zwei Prozent zugenommen habe.

Verteilt wird das Buch im Rahmen der Presse- und Öffentlichkeitsarbeit, beispielsweise anlässlich von 1. Spatenstichen und Verkehrsfreigaben sowie im Rahmen der Verkehrserziehung. Geprüft und freigegeben wurde das Heft durch die Landesverkehrswacht Hessen. Auch Schulklassen oder Kindergärten können im Rahmen Ihrer Projektwochen zur Verkehrserziehung dieses Mal- und Funktionsbuch einsetzen.

Herausgegeben wird die Publikation vom Hessischen Landesamt für Straßen- und Verkehrswesen (HLSV). Bereits in den Jahren 2007 bis 2009 sind die Publikationen "Leo baut Straßen" (Band 1) sowie "Leo der Straßenbaumeister und die Natur" (Band II) in der Öffentlichkeit vielfach auf positive Resonanz gestoßen. Die Bezugsadresse lautet: Hessisches Landesamt für Straßen- und Verkehrswesen, Wilhelmstraße 10, 65185 Wiesbaden oder per Mail: info@hsvv.hessen.de.

A 5 Intelligente Verkehrslösungen im Test
Forschungsprojekt CVIS präsentiert kooperative Systeme im Testfeld Hessen

(HSVV 06.05. 2010) Nach vierjähriger Forschung demonstrierten die deutschen Partner des europäischen Projektes CVIS – Cooperative Vehicle Infrastructure Systems – heute auf der hessischen Transitachse A5 zwischen dem Westkreuz Frankfurt und der Anschlussstelle Zeppelinheim Komponenten für den Verkehr der Zukunft. Das Hessische Landesamt für Straßen- und Verkehrswesen, die Softwareentwickler PTV AG und MAT.TRAFFIC sowie die Daimler AG entwickelten im Rahmen des EU-geförderten Projekts, in dem sich über 60 internationale Partner unterschiedlichster Branchen aus Belgien, Frankreich, Großbritannien, Italien, den Niederlanden und Schweden engagieren, innovative Komponenten, die einmal dazu beitragen sollen, den Informationsaustausch zwischen Fahrzeugen und der Infrastruktur zu optimieren. Diese kooperativen Systeme bieten das Potenzial, den Verkehrsfluss und die Verkehrssicherheit zu verbessern sowie Umweltbelastungen durch den Verkehr zu verringern. Auf rund zehn Kilometern der verkehrsreichen A5 und im DRIVE-Center Hessen, einem hochmodernen Forschungs- und Testzentrum des Hessischen Landesamtes für Straßen- und Verkehrswesen, präsentierten die CVIS-Partner im Rahmen der Abschlussveranstaltung Funktionsweisen und Effektivität der neuartigen Systeme, installiert in Testfahrzeugen und an den Verkehrsbeeinflussungsanlagen entlang der Strecke. Die Besucher konnten die Kommunikation zwischen Fahrzeugen untereinander und mit der Infrastruktur während Demonstrationsfahrten in CVIS-Fahrzeugen live mit verfolgen.

Mit der europäischen Transitachse A5 bietet das Testfeld Hessen optimale Bedingungen zur Erprobung kooperativer Systeme: starke Verkehrsströme, eine hochmoderne Infrastruktur und eine der leistungsfähigsten Verkehrszentralen Europas, die Verkehrszentrale Hessen. Die dort erfassten Verkehrsdaten der A5 und der Umgebung dienten dem Projekt CVIS als Forschungsgrundlage. Durch die Fusion dieser Daten mit den gesammelten Zusatzinformationen aus den mit der neuartigen Kommunikationstechnologie ausgestatteten Fahrzeugen könnte künftig der Verkehrsdatenpool erweitert werden, um eine verbesserte Steuerungsgrundlage für ein noch effizienteres Verkehrsmanagement zu ermöglichen. Dazu bedarf es jedoch noch weiterer Entwicklung und Erprobung von Hard- und Softwareelementen.

Über CVIS
Das Projekt CVIS läuft von 2006 bis 2010 und wird von der Europäischen Union gefördert. Koordiniert wird das internationale Projekt von ERTICO – ITS Europe (European Network for Intelligent Transportation Systems). Im Rahmen der Teilprojekte COMO (Cooperative Monitoring) und CURB (Cooperative Urban Applications) wurden Technologien für den verbesserten Informationsaustausch zwischen Fahrzeugen, Infrastruktur und Verkehrszentralenzentralen entwickelt, um die Erkennung der aktuellen Verkehrslage zu optimieren und dem Fahrer zusätzliche Informationen zur Optimierung des Fahrverhaltens bereitzustellen. Die Leistungsfähigkeit dieser Systeme wurde sowohl im städtischen Raum als auch im interurbanen Netz getestet.

Weitere Informationen auch unter www.cvisproject.org

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Foto: ARBÖ/Henisch

ARBÖ: 94 Prozent haben die Warnweste im Auto immer dabei

Sehr gute Bilanz nach fünf Jahren Warnwestenpflicht in Österreich
Vorbild für ganz Europa

(OTS 29.04.2010) (OTS) - 94 Prozent aller Autofahrer in Österreich haben die Warnweste im Auto immer dabei, das ergibt eine aktuelle Umfrage des ARBÖ bei über 1.000 Befragten. Nur eine kleine Minderheit von sechs Prozent sind notorische Warnwestenverweiger. "In nur fünf Jahren hat die Warnweste die volle Akzeptanz einer breiten Mehrheit geschafft", zieht der Generalsekretär des ARBÖ, Peter Stuppacher am Donnerstag in einer Pressekonferenz eine stolze Bilanz nach fünf Jahren Warnwestenpflicht in Österreich.

Zum Vergleich: Vor drei Jahren hatten erst 83 Prozent das reflektierende Kleidungsstück dabei, während es 17 Prozent verweigerten. Die Versorgung mit Warnwesten in den Autos geht weit über die gesetzlichen Vorschriften hinaus. Obwohl gesetzlich nur eine einzige Warnweste (für den Lenker) vorgeschrieben ist, haben 78 Prozent gleich zwei oder noch mehr Exemplare im Fahrzeug liegen. Gesichert sein sollen im Falle des Falles alle, die aus dem Fahrzeug aussteigen.

"Sehr erfreulich ist, dass die schützende Warnweste zu 88 Prozent im Innenraum verstaut ist, meistens griffbereit im Seiten- oder Handschuhfach", hebt der ARBÖ-Generalsekretär hervor. Nur 12 Prozent verbannen das rettende Utensil in den Kofferraum, begeben sich durch Aussteigen und im Kofferraum suchen jedoch nur unnötig in Gefahr.

30 Prozent aller Autofahrer haben die Warnwesten schon mindestens einmal benutzt, vor allem nach Pannen oder Unfällen auf der Autobahn. Dass sie damit gut gefahren sind, zeigt ein Blick in die Unfallbilanz der Statistik Austria: "Die einschlägigen Unfälle auf der Autobahn sind seit Einführung der Warnwestenpflicht um eindrucksvolle 39 Prozent zurückgegangen, die Zahl der Verunglückten sogar um 53 Prozent. Anders gesagt, gab es im Schnitt 29 verunglückte Menschen bzw. 14 Unfälle pro Jahr weniger." Verglichen wurde dabei die Entwicklung typischer Autobahn-Unfälle ("Auffahrunfälle auf stehende Objekte" und "Fußgängerunfälle") in den drei Jahren vor und nach Einführung der Warnwestenpflicht in Österreich am 1. Mai 2005, sowie in den Jahren danach.

Den Sicherheitsvorteil für Warnwestenträger führt eine blickwissenschaftliche Studie von viewpointsystems/EPIGUS vor Augen, die im Auftrag des österreichischen Bundesministeriums für Verkehr, Innovation und Technologie (Verkehrssicherheitsfonds) und des ARBÖ Anfang des Jahres durchgeführt wurde. Wichtigstes Ergebnis: Wer in der Nacht auf dem Pannenstreifen steht und eine Warnweste trägt, wird von den anderen Autofahrern mindestens vier Sekunden vor dem Vorbeifahren gesehen. Bei einer Fahrtgeschwindigkeit von 110 km/h ist man also 120 Meter vorher sichtbar. "Ohne Warnweste hat man praktisch keine Chancen, von anderen Verkehrsteilnehmern gesehen zu werden."

"In Sachen Warnweste hat sich Österreich in den letzten fünf Jahren zu einem Vorzeigeland für ganz Europa entwickelt, sowohl was den Einsatz, als auch die Auswirkung betrifft", fasst der ARBÖ-Generalsekretär zusammen. In seiner Funktion als Präsident des Verbunds Europäischer Automobilclubs (EAC) hat Stuppacher Anfang März gemeinsam mit dem Europa-Abgeordneten Mag. Jörg Leichtfried eine Initiative gestartet, mit dem ehrgeizigen Ziel, den Einsatz von Warnwesten europaweit zu vereinheitlichen - prominent unterstützt von Österreichs Verkehrsministerin, Doris Bures. Konkret wurde eine schriftliche Anfrage bei EU-Verkehrskommissar Siim Kallas eingebracht, auf die die Kommission bis Mitte Juni reagieren muss. Darin wurde eine Mitnahme- und Tragepflicht von Warnwesten für Pkw-Fahrer und eine einheitliche Verwendung von Warnwesten in ganz Europa gefordert, zumindest auf Autobahnen und Schnellstraßen. Außerdem wurde empfohlen, dass im Bedarfsfall nicht nur der Lenker die Weste tragen soll, sondern auch alle anderen, die das Fahrzeug verlassen. Kontaktiert werden auch die Verkehrsminister aller EU-Staaten, alle Europa-Abgeordneten und Mitglieder des Verkehrsausschusses im Europa-Parlament.

Der Zeitpunkt für eine EU-weite Harmonisierung ist überfällig. Denn in Sachen Warnweste gleicht Europa einem Fleckerlteppich. In 14 EU-Staaten ist dieser Bereich noch gar nicht geregelt, darunter in sehr bevölkerungsreichen, wie Deutschland. Eine Warnwestenpflicht gibt es derzeit in 13 von 27 EU-Mitgliedsstaaten: Belgien, Bulgarien, Finnland, Frankreich, Italien, Luxemburg, Österreich, Portugal, Rumänien, Spanien, Slowakei, Slowenien und Ungarn. Allerdings ist der Einsatz der Warnweste in diesen Ländern unterschiedlich geregelt. "Unterschiedliche Insellösungen bei offenen Grenzen machen keinen Sinn, schon gar nicht wenn rasches Handeln lebensrettend sein kann", betont Stuppacher.

Daten und Fakten zur Telematik-Offensive Nordrhein-Westfalen

(MBVL 20.04. 2010)Verkehrstelematik-Infrastruktur auf den Autobahnen in Nordrhein-Westfalen

• 85 Prozent des Autobahnnetzes sind mit Anlagen zur Erfassung von Verkehrsdaten ausgestattet (rund 2.500 Messstellen). Auf Grundlage dieser Daten werden Verkehrsinformationen (zur aktuellen Verkehrslage und zur Prognose) erzeugt, die im Internet unter www.autobahn.nrw.de veröffentlicht werden. Vorteil: Bessere Auslastung der Straßeninfrastruktur, Stauprävention, Reisezeitersparnis, Veränderung des Modal-Split zu Gunsten des öffentlichen Verkehrs.

• 11,5 Prozent des Autobahnnetzes (rund 500 km Richtungsfahrbahnen) sind bereits mit Stauwarn- bzw.
Streckenbeeinflussungsanlagen ausgerüstet; weitere 10 Prozent sollen bis Ende 2010 hinzukommen, bis 2012 sollen alle störanfälligen Stellen erfasst sein. Vorteile: Verringerung der schweren Unfälle mit Personenschaden um 25 bis 30 Prozent, Stauprävention, Kapazitätsverbesserung um bis zu 10 Prozent.

• Insgesamt 67 Anlagen zur Netzbeeinflussung, so genannte dynamische Wechselwegweiser mit integrierten Stauinformationen (dWiSta-Tafeln) sind auf den Autobahnen im Ruhrgebiet, im Großraum Düsseldorf und auf dem Kölner Ring in Betrieb. Damit lässt sich der Verkehr bei besonderen Ereignissen (Staus, Unfälle, Baustellen, Großveranstaltungen) und den damit verbundenen größeren Zeitverlusten möglichst störungsfrei über Alternativrouten führen.

• 94 Zuflussregelungsanlagen (ZRA) an BAB-Anschlussstellen sind in Betrieb. Die Zuflussregelung ist die wirksamste und zugleich kostengünstigste Maßnahme, um den Verkehr auf hoch belasteten und besonders störanfälligen Autobahnen zu beeinflussen. Vorteile: Staureduktion bis zu 50 Prozent, Verringerung der schweren Unfälle bis zu einem Viertel, Anstieg des Geschwindigkeitsniveaus um etwa 10 Prozent.

• Eine videobildunterstützte temporäre Standstreifenfreigabe befindet sich auf der A 4 zwischen AS Refrath und AS Köln-Merheim in Fahrtrichtung Köln. Zwei weitere Anlagen werden zurzeit umgesetzt (A 57 zwischen AK Köln-Nord und AS Köln-Bickendorf und A45 zwischen AK Hagen und Westhofen in Fahrtrichtung Dortmund). Vorteil: Stauvermeidung.

• Fünf Wechselwegweisungsanlagen sind in Betrieb; darunter die zwei grenzüberschreitenden Anlagen Arnhem-Oberhausen und Köln-Eindhoven. Vorteile: Reisezeitersparnis und Stauprävention.

Ruhrpilot: Für das Ruhrgebiet bildet der Ruhrpilot die Verkehrslage auf allen wichtigen Autobahnen, Bundes- und Landesstraßen und den kommunalen Hauptverkehrsstraßen ab. Ergänzt werden diese Informationen durch Daten über Großveranstaltungen, Baustellen, die Parkraumbelegung, den ÖPNV und die Reisedaten der Deutschen Bahn. Ziel ist, den Nutzern künftig „On-Trip-Informationen“ bereitzustellen, bei denen die Daten des Ruhrpilot in die nächste Generation von Navigationsgeräten eingespielt werden. Zusätzlich sollen die Daten über den Rundfunk gesendet werden. Dazu existiert ein Letter of Intent mit dem WDR, den Verkehrsfunk insgesamt zu verbessern und zu untersuchen, wie moderne Navis innerstädtische Staumeldungen verarbeiten können.
Die Netzbeeinflussung und die Zuflussregelung auf den Autobahnen im Ruhrgebiet sind zugleich integrale Bestandteile des kooperativen Verkehrsmanagements im Ruhrgebiet (Ruhrpilot).

Die Einrichtungen auf dem Kölner Autobahnring dienen auch der grenzüberschreitenden Netzsteuerung des Fernverkehrs auf den Autobahnen zwischen Köln und Koblenz (A 3 / A 61) und dem Erproben einer gemeinsamen Steuerungsstrategie zwischen Köln und Frankfurt.

Die Tafeln im Großraum der Landeshauptstadt ermöglichen ein kooperatives Verkehrsmanagement mit der Stadt Düsseldorf.
Das Land Nordrhein-Westfalen hat sich aktiv beteiligt an dem vom Bundeswirtschaftsministerium im Rahmen der Forschungsinitiative „Verkehrsmanagement 2010“ geförderten Projekt dmotion, mit dem übertragbare Ergebnisse für ein strategisches Verkehrssystemmanagement in Ballungsräumen erzielt werden sollen. NRW wird dmotion auch weiterhin unterstützen.

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Das Verkehrsquiz: Neue Wege in die Verkehrserziehung

(BASt 24.04. 2010) Das Verkehrsquiz gibt Schülerinnen und Schülern die Möglichkeit, ihre Kenntnisse, Kompetenzen und Einstellungen im Bereich Verkehrs- und Mobilitätserziehung am PC zu ermitteln.

Lehrkräfte können anhand der Ergebnisse im Unterricht gezielt Wissenslücken schließen.

Das Quiz ist das Ergebnis eines Forschungsprojekts der Bundesanstalt für Straßenwesen, welches in Zusammenarbeit mit den Kultusbehörden der Länder durchgeführt wurde mit dem Ziel die Leistungsstandards in der Verkehrs- und Mobilitätserziehung zu erfassen.

Die Zeichnung zeigt Kinder an einer Bushaltestelle.
Zum Inhalt der CD

Verkehrsquiz für 6. Klasse: Thema „Radfahren“

Verkehrsquiz für 9./10. Klasse: Thema „Vorbereitung auf die Teilnahme am motorisierten Straßenverkehr“

Das Quiz für Klasse 6 enthält 43 Aufgaben, für Klasse 9/10 sind es 67. Neben der Beantwortung von Wissensfragen sind Beobachtungs- und Reaktionsaufgaben zu lösen. Das Quiz wurde abwechslungsreich gestaltet: Textfragen, Bild mit Fragen, Film mit Fragen, Film mit Beobachtungsaufgaben. Die Durchführung dauert etwa 35 Minuten. Die Bewertung erfolgt nach einem Punktesystem. Zum Abschluss kann man das gesamte Quiz nochmals durchgehen und prüfen, welche Fragen richtig beantwortet wurden und welche nicht. Bei falschen Antworten wird die richtige Lösung gezeigt.
Lehrerversion

Die Lehrerversion bietet vielfältige Möglichkeiten. Ist ein Netzwerk in der Schule vorhanden, kann das Quiz zentral gestartet und beendet werden. Ist keines vorhanden, wir jeder PC einzeln betrieben. Die Ergebnisse der Schüler werden eingegeben, gesammelt und verwaltet. Für jeden Schüler kann eine Urkunde ausgedruckt werden.

Die Darstellung und Auswertung der Ergebnisse ist auf Schüler-, Klassen- oder auch Schulebene möglich. Lehrerinnen und Lehrer erhalten auf diese Weise umfassend Auskunft über den derzeitigen Leistungsstand der Schüler und können den weiteren Unterricht darauf aufbauen.

Die motorischen Fertigkeiten der Schüler der Klasse 6 können durch einen Fahrradparcours erfasst werden. Der Parcours besteht aus sieben Stationen, die wesentliche Situationen des Straßenverkehrs repräsentieren: 1. Slalom, 2. Langsamfahrt, 3. Auf- und Absteigen, 4. Fahrt in einer schmalen Spur, 5. Linksabbiegen 6. Einhändige Acht fahren, 7. Anhalten zwischen zwei Linien. Der Aufbau kann den örtlichen Gegebenheiten angepasst werden. Es sind nur solche Materialien erforderlich, die an Schulen üblicherweise vorhanden sind.

Zusätzliche Auswertungsmöglichkeiten

Schließlich besteht die Möglichkeit die Ergebnisse von Verkehrsquiz und Fahrradparcours an einen externen Server der BASt zu senden. Hierdurch wird die Auswertung der - selbstverständlich anonymisierten - Daten in Hinblick auf übergreifende Fragestellungen ermöglicht.
Zum Testen

Um einen Einblick in das Verkehrsquiz zu geben, kann hier das Verkehrsquiz der Klasse 6 heruntergeladen und die eigenen Kenntnisse erprobt werden.

Verkehrsquiz zum Download. Achtung: Die Dateigröße beträgt etwa 60 MB.

Bezug

Die CD ist kostenfrei erhältlich bei:
Bundesanstalt für Straßenwesen Brüderstraße 53 51067 Bergisch Gladbach E-Mail info@bast.de

oder Ihrem zuständigen Unfallversicherungsträger. Die Adressen finden Sie unter www.dguv.de Bestellnummer: DGUV 77.50

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Grafiken: BASt

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Keine Angst vor Erster Hilfe

(DVR 02.03.2010) Wer bei einem Verkehrsunfall Erste Hilfe leistet, kann juristisch nichts falsch machen, ermuntert der Deutsche Verkehrssicherheitsrat (DVR) alle Verkehrsteilnehmer. Wenn wirklich bei der Ersten Hilfe ein Fehler unterlaufen sollte, so ist dies nicht strafbar, weil nach bestem Wissen und Gewissen gehandelt wurde. Nicht zu helfen hingegen ist strafbar. Unterlassene Hilfeleistung kann mit bis zu einem Jahr Freiheitsstrafe oder einer Geldstrafe geahndet werden.

Viele Menschen trauen sich die richtigen Schritte und Maßnahmen zur Erstversorgung eines Verletzten nicht (mehr) zu. Wer unsicher ist, ob er beispielsweise die stabile Seitenlage oder die lebensrettende Herzdruckmassage noch beherrscht, sollte sein Können und Wissen in einem Erste-Hilfe-Kursus auffrischen. Die großen Hilfsorganisationen bieten neben den umfangreichen Lehrgängen nicht nur für Führerscheinbewerber, sondern auch für spezielle Ersthelfer, zum Beispiel Eltern oder Sportler, 90-minütige Wiederauffrischungskurse an.

Neben der Absicherung der Unfallstelle und der Erstversorgung der Verletzten ist der Notruf besonders wichtig, damit die professionellen Retter unverzüglich helfen können. Auch wenn heute fast jeder ein Mobiltelefon dabei hat: Wenn eben möglich, sollten für die Unfallmeldung auf der Autobahn eine Notrufsäule oder auf der Landstraße ein Notruftelefon genutzt werden. So wird automatisch und präzise festgestellt, wo sich der Anrufer befindet, und die Rettungskräfte können den Unfallort ohne Suchfahrten ansteuern.

Der Notruf sollte folgende Angaben enthalten: Wo ist der Unfall passiert? Wie viele Verletzte gibt es? Welche Verletzungen liegen vor? Wer meldet den Unfall? Dann sollte man in jedem Fall abwarten, ob die Leitstelle Rückfragen hat. Benutzt man das Handy für den Notruf, wählt man die international gültige Notrufnummer 112.

Es gibt also keine Ausreden, wenn es um die Rettung von Menschenleben geht: Weder Zeitdruck, noch Unwissenheit, noch die Angst, etwas falsch zu machen, dürfen einen davon abhalten aktiv zu werden. Jeder sollte sich vor Augen führen, dass er selbst oder eine geliebte Person in die Lage geraten kann, nach einem Unfall dringend Hilfe zu brauchen, so der DVR.

Erste Hilfe

Wer unsicher ist, ob er die stabile Seitenlage oder die lebensrettende Herzdruckmassage noch beherrscht, sollte sein Können und Wissen in einem Erste-Hilfe-Kursus auffrischen, empfiehlt der Deutsche Verkehrssicherheitsrat (DVR).

Geschwindigkeitsbeschränkungen auf hessischen Autobahnen überprüft

(HSVV 24.03.2010) „Umfang und Höhe der Geschwindigkeitsbeschränkungen auf hessischen Autobahnen sollen den tatsächlichen Erfordernissen angepasst sein. Dies ergibt sich aus § 45 Abs. 9 der Straßenverkehrsordnung sowie dem in wesentlichen hierauf gestützten Urteil des Verwaltungsgerichtshofes vom 31.3.1999. Aus diesem Grund werden in einem regelmäßigen Turnus von fünf Jahren die Anordnungen überprüft Die aktuelle Überprüfung ist abgeschlossen und führt nun in 50,3 % der untersuchten Abschnitte zu einer Aufhebung des Geschwindigkeitslimits“ sagte der Hessische Wirtschafts- und Verkehrsminister Dieter Posch.

Hessen setzt damit die Untersuchungsergebnisse des Hessischen Landesamtes für Straßen- und Verkehrswesen um und halbiert auf den untersuchten Abschnitten die Geschwindigkeitsanweisungen auf seinen Autobahnen. Wie Posch mitteilte, werden auf 22 Abschnitten von zusammen 79,3 Fahrtrichtungskilometer Länge die Beschränkungen abgebaut, auf weiteren 4, zusammen 8,8 Fahrtrichtungskilometern langen Abschnitten gelockert. Auf zusammen 77,9 Fahrtrichtungskilometern Länge bleiben die Temposchilder stehen.

„Das Gesetz verpflichtet uns, Tempolimits dort anzuordnen und aufrechtzuerhalten, wo Unfallgeschehen und sonstige Gefahrenlage dies rechtfertigen“, erläuterte der Minister. „Weniger Schilder haben einen höheren Aufmerksamkeitswert. Zu viele Schilder hingegen führen oft zur Nichtwahrnehmung und laufen Gefahr nicht mehr ernstgenommen würden.“

Geprüft wurden die derzeit bestehenden Geschwindigkeitsanweisungen im Bestand. Maßgebliches Kriterium für die Aufhebung von Geschwindigkeitsbeschränkungen ist die Entwicklung des Unfallgeschehens und der Straßenzustand. Geschwindigkeitsbeschränkungen werden nur gezielt an Brennpunkten eingesetzt. Die Straßenbauverwaltung setzt schwerpunktmäßig zur Entschärfung verkehrs- bzw. staubedingter Verkehrssicherheitsdefizite auf intelligente Verkehrsbeeinflussung mit variablen, verkehrs- und witterungsabhängig geschalteten Geschwindigkeitsbeschränkungen.

Aufhebungen betreffen beispielsweise die A 7 zwischen dem Kirchheimer Dreieck und der Abfahrt Homberg/Efze (10,9 Kilometer), die A 485 bei Gießen (6,2 Kilometer in Richtung Norden) und die A 661 von Offenbach-Taunusring bis Dreieich (5,0 Kilometer). Eine Anhebung von 100 auf 120 Stundenkilometer empfiehlt das Amt auf der A 3 von Niedernhausen bis zum Wiesbadener Kreuz (1,7 Kilometer in Richtung Süden).

Durch Hessen führen rund 972 Kilometer Autobahnen und 3463 Kilometer Bundesstraßen. Einige Autobahnabschnitte wie etwa die A 66 zwischen den Anschluss-Stellen Frankfurt-Miquelallee und Ludwig-Landmann-Straße wurden wegen ihres städtischen Umfelds von der Überprüfung ausgenommen.

„Ich bin überzeugt, dass der Verkehrssicherheit am besten gedient ist, wenn man Temposchilder nur dort aufstellt, wo sie erforderlich sind. Ansonsten entwertet man ein wichtiges Instrument der Verkehrssicherheit“, sagte Posch. Gegenwärtig überprüft das HLSV die Geschwindigkeitsbeschränkungen auf autobahnähnlichen Bundesstraßen. Diese Überprüfung wird voraussichtlich im Sommer dieses Jahres abgeschlossen sein. Die Umsetzung erfolgt dann durch die zuständigen Straßenverkehrsbehörden bei den Landräten.

Die entsprechenden Veränderungen in der Beschilderung werden in der 13. Kalenderwoche vorgenommen.

Liste als Word-Dokument

Warnweste für alle Europäer

(ARCD 11.03.2010) „Wir wollen die Warnweste für alle Europäer. Ihre Verwendung soll europaweit einheitlich geregelt sein, zumindest auf Autobahnen und Schnellstraßen.“ Mit diesen Worten startete der Präsident des Verbundes Europäischer Automobilclubs (EAC) Peter Stuppacher am Mittwochabend im Europäischen Parlament in Brüssel eine gemeinsame Initiative mit dem Verkehrsausschussmitglied Mag. Jörg Leichtfried. In 14 EU-Staaten gibt es noch gar keine Regelungen, darunter in sehr bevölkerungsreichen wie Deutschland. Eine Warnwestenpflicht gibt es derzeit in 13 von 27 EU-Mitgliedsstaaten: Belgien, Bulgarien, Finnland, Frankreich, Italien, Luxemburg, Österreich, Portugal, Rumänien, Spanien, Slowakei, Slowenien und Ungarn. Allerdings ist der Einsatz der Warnweste in diesen Ländern unterschiedlich geregelt. Zum Beispiel müssen in manchen Staaten lediglich die Fahrer eine Warnweste tragen, in anderen hingegen auch alle Mitfahrer. „So einen Flickenteppich brauchen wir nicht“, kommentiert Leichtfried. Auch Stuppacher betont: „Unterschiedliche Insellösungen bei offenen Grenzen machen keinen Sinn, schon gar nicht, wenn rasches Handeln lebensrettend sein kann. Warum sollen 246 Millionen Europäer nicht haben, was für 252 Millionen Europäer selbstverständlich ist? Die Verwendung von Warnwesten schreit nach einer europäischen
Lösung!“ Eine Forderung, die auch der Auto- und Reiseclub Deutschland (ARCD) als Gründungsmitglied des EAC aktiv unterstützt. In Österreich, wo bereits seit 2005 eine Warnwestenpflicht besteht, zeigen sich deren Vorteile eindrucksvoll: Die Unfallbilanz auf Autobahnen und Schnellstraßen hat sich dort seit der Einführung der Warnwestenpflicht deutlich verbessert. Die Zahl der Unfälle hat sich um 39 % reduziert, die der Verunglückten ist sogar um 53 % zurückgegangen. Zusätzlich wies das österreichische EPIGUS-Institut für ganzheitliche Unfall- und Sicherheitsforschung nach, dass Warnwesten zu einem Sicherheitszuwachs beitragen. „Wer in der Nacht auf dem Pannenstreifen steht und eine Warnweste trägt, wird von den anderen Autofahrern im schlechtesten Fall vier Sekunden vor dem Vorbeifahren gesehen. Bei einer Fahrtgeschwindigkeit von 110 km/h ist man also 120 Meter vorher sichtbar“, brachte Mag. Christoph Pfleger, Geschäftsführer der viewpointsystem gmbh, das Kernergebnis der Studie auf den Punkt. „Ohne Warnweste ist man quasi unsichtbar und hat vor allem in der Nacht null Chancen, von anderen Verkehrsteilnehmern gesehen zu werden Als Ergebnis des Parlamentarischen Abends in Brüssel bringt Leichtfried als Abgeordneter des Europäischen Parlaments eine schriftliche Anfrage an den EU-Verkehrskommissar Siim Kallas ein, die folgende Forderungen enthält:
■ Mitnahme- und Tragepflicht von Warnwesten für Pkw-Fahrer in ganz Europa.
■ Eine einheitliche Verwendung von Warnwesten in ganz Europa, zumindest aber auf Autobahnen und Schnellstraßen.
■ Die Empfehlung, dass im Bedarfsfall nicht nur Fahrer die Weste tragen sollen, sondern auch alle Insassen.
Auf eine derartige schriftliche Anfrage muss die EU-Kommission auf alle Fälle reagieren. Dazu Leichtfried: „Wir hoffen, dadurch mit wenig Aufwand einen wichtigen Schritt zu mehr Verkehrssicherheit für alle Menschen in Europa gesetzt zu haben.“

A1 05-2010 BASt

Pilotprojekt A 1 - Die Bundesanstalt für Straßenwesen stellt 29 Webkameras auf
(Grafik: Straßen.nrw)

Webkameras in Arbeitsstellen

(BASt 29.03.2010) Arbeitsstellen auf viel befahrenen Autobahnen sind häufig stauanfällig. Liegengebliebene Fahrzeuge oder Unfälle behindern den Verkehrsfluss. Die Folgen: längere Fahrzeiten, Unfallkosten und zusätzliche Emissionen. Ein Projekt der
 Bundesanstalt für Straßenwesen (BASt) soll jetzt mit Hilfe von fest installierten Webkameras Hinweise zur Verbesserung des Verkehrsablaufs und der Verkehrssicherheit in Arbeitsstellen liefern.

In einer Arbeitsstelle auf der Autobahn A 1 werden derzeit zwischen Wermelskirchen und Wuppertal-Langerfeld testweise an 15 Standorten insgesamt 29 moderne optische Erfassungssysteme installiert. Bis Ostern wird der Aufbau abgeschlossen sein.

Mit den Webkameras wird der Verkehr nahezu im kompletten Bereich der Arbeitsstelle „Rund-um-die-Uhr“ für einen Zeitraum von sechs Monaten erfasst. Die Daten dienen ausschließlich wissenschaftlichen Zwecken und sind nicht für die Allgemeinheit zugänglich. Die Verkehrsbeobachtung ist datenschutzrechtlich unbedenklich, da die Qualität der erfassten Bilder ein Erkennen von Personen oder Fahrzeugkennzeichen nicht ermöglicht.

Ziel ist, Potenziale und Einsatzgrenzen von Webkameras in Arbeitsstellen zu untersuchen, auch im Hinblick auf einen effizienten Rettungsdienst im Notfall und eine verbesserte Verkehrsinformation.

Das Projekt wird fachlich durch die BASt betreut, in enger Abstimmung mit dem Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung sowie der Straßenbauverwaltung des Landes Nordrhein-Westfalen. Die wissenschaftliche Auswertung erfolgt durch das Institut für Straßenwesen der RWTH Aachen. Ergebnisse des Projekts werden voraussichtlich Ende des Jahres 2010 vorliegen.

Österreich will Anzahl der Todesopfer auf Autobahnen halbieren

(ARCD 18.02.2010) In Zusammenarbeit mit dem Verkehrsministerium will der Autobahnbetreiber ASFINAG (Autobahnen- und Schnellstraßen-Finanzierungs-Aktiengesellschaft) die Anzahl der Verkehrstoten auf Österreichs 2170 Kilometer großem Netz von Autobahnen und Schnellstraßen bis 2020 halbieren. Das Ziel soll laut „Verkehrssicherheitsprogramm 2020" (www.asfinag.at) durch bauliche Sicherungsmaßnahmen, Verkehrsbeeinflussungsanlagen und verstärkte Tempokontrollen erreicht werden. Raser und Drängler werden für die Finanzierung sorgen. Denn laut Kosten-Nutzen-Analyse der ASFINAG sind vor allem verstärkte Radarüberwachung und die Einführung weiterer Section-Controls (Tempoüberwachung) die bei Weitem wirkungsvollsten Maßnahmen. 80 Prozent der Bußgelder fließen direkt in die Kassen des Straßenbetreibers. Die Kontrollgeräte will die ASFINAG daher auf eigene Kosten anschaffen. Dabei sollen die neuen Radar-geräte ausnahmslos Aufnahmen von vorne ermöglichen, um auch ausländische Fahrzeuglenker zur Verantwortung ziehen zu können. Weitere Schwerpunkte im geplanten Verkehrssicherheitsprogramm sind das Schließen der Lücken im Leitschienensystem, der Einbau so genannter Rumpelstreifen an den Fahrbahnrändern und Bewusstseinsbildung bei den Autofahrern. Eine Auswertung von Unfalldaten hat laut ASFINAG ergeben, dass fast die Hälfte aller Todesfälle bei Unfällen zu verzeichnen sind, bei denen Fahrzeuge von der Fahrbahn abkommen. An einem Drittel aller tödlichen Unfälle sind Lkw beteiligt. Einziger Schönheitsfehler des Programms: Nur fünf Prozent aller Unfälle passieren in Österreich auf dem vorrangigen
Straßennetz. Die Auswirkungen des Sicherheitsprogramms auf die Unfallbilanz des Landes wird sich somit in bescheidenen Grenzen halten. 2009 kamen von insgesamt 630 Unfallopfern 76 bei Autobahnunfällen in Österreich ums Leben.

Sekundenschlaf1

Der Sekundenschlaf ist eines der Hauptrisiken bei langen Autofahrten. Der Deutsche Verkehrssicherheitsrat warnt davor, diese Unfallursache zu unterschätzen.(Bild:DVR)

Sekunden, die über Leben und Tod entscheiden

(DVR 04.02.2010) Der Sekundenschlaf ist eines der Hauptrisiken bei langen Autofahrten. Schätzungsweise jeder vierte Unfall mit Todesfolge auf Autobahnen wird durch kurzes Einnicken verursacht. Dennoch, so informiert der Deutsche Verkehrssicherheitsrat (DVR), wird diese Unfallursache von den meisten Fahrern unterschätzt.

Ein Sekundenschlaf kann schnell über Leben und Tod entscheiden. Ein Autofahrer, der bei Tempo 130 seine Augen für fünf Sekunden geschlossen hält, legt in dieser Zeit 180 Meter im „Blindflug“ zurück. Beim Aufwachen kommt es häufig zu Fehlreaktionen durch ruckartiges Lenken oder heftiges Bremsen mit schweren Folgen.

Lange, gerade, monotone Strecken sind besonders gefährlich. Wer müde ist und auf solchen Strecken Auto fährt, hat ein höheres Einschlafrisiko. Nicht nur die Nacht- und frühen Morgenstunden sind unfallträchtig, sondern auch die Mittagszeit und der frühe Nachmittag, besonders nach einem reichhaltigen Essen.

Der Sekundenschlaf kündigt sich durch zunehmende Müdigkeit an. Wer sich häufiger die Augen reibt oder bemerkt, dass sich sein Lidschlag erhöht, sollte diese Warnsignale richtig deuten. Auch häufige Lenkkorrekturen können ein Anzeichen starker Müdigkeit sein. Schlaftrunkenes Fahren ähnelt sehr stark dem Fahren im angetrunkenen Zustand. Bei Versuchen wurde festgestellt, dass 24 schlaflose Stunden die gleiche Auswirkung auf die Fahrtüchtigkeit haben wie ein Promille Alkohol im Blut.

Neben „Vielfahrern“, die oft und auf langen Strecken unterwegs sind, beispielsweise Lkw- und Busfahrer, sind Autotouristen die zweite große Risikogruppe. Sie fahren lange Strecken in entfernte Urlaubsländer, ohne genügend Pausen zu machen. Ebenfalls gefährdet sind die jungen Fahrer, die nach einer Disco-Nacht in den frühen Morgenstunden unterwegs sind. Die Müdigkeit, von der sie in der Disco bei lauter Musik nichts merkten, kommt am Steuer schnell und unvermittelt. Der dann folgende Sekundenschlaf führt mit vollbesetzten Fahrzeugen häufig zu Unfällen mit schwersten Folgen.

Hinter das Lenkrad sollte sich nur derjenige setzen, der ausgeruht ist und sich fit fühlt, empfiehlt der DVR. Bei ersten Anzeichen von Schläfrigkeit muss unbedingt eine Pause – nötigenfalls eine Schlafpause – eingelegt werden. „Patentrezepte“ wie das Öffnen des Seitenfensters sind trügerisch. Gegen Müdigkeit hilft nur ausreichender Schlaf.

Sichere Kommunikation in Tunneln

(pts 04.02.2010) Die ASFINAG wurde für die Implementierung eines verlässlichen Kommunikationsnetzes in Österreichs Tunnels ausgezeichnet

Die ASFINAG Autobahnen- und Schnellstraßen-Finanzierungs-Aktiengesellschaft erhielt den Cisco Innovation Award 2010 in der Kategorie "Innovativstes Unified Communications- und Collaboration-Projekt" für die Implementierung des "IP Interoperability and Collaboration System (IPICS)" in Österreichs Tunnels. Dieses System ermöglicht der ASFINAG, verschiedene analoge und digitale Netze zusammenzuschalten. Dabei kann es sich um Festnetz- und Mobiltelefonie oder die unterschiedlichen Funknetze der Blaulichtorganisationen (Rettung, Feuerwehr und Polizei) handeln. Diese im Notfall wichtigen Einrichtungen nutzen unterschiedliche, untereinander auch inkompatible Kommunikationsnetze. In einem Notfall ist durch das IPICS-System eine schnelle und verlässliche Kommunikation mit allen Blaulichtorganisationen sichergestellt. Im Arlbergtunnel, dem längsten Straßentunnel Europas, konnte das IPICS seine Leistungsfähigkeit bereits unter Beweis stellen und wird dort aktiv genutzt.

Link zum Video "ASFINAG setzt auf Cisco: Mehr Sicherheit und Service für Autofahrer":
http://www.cisco.com/web/AT/cisco_systems/kundenbeispiele/asfinag.html

"Intelligente Straßen oder: Wie ein Netzwerk die Verkehrssicherheit in Autobahntunneln erhöht":
http://www.cisco.com/web/DE/verticals/publicsector/oeffentliche-sicherheit/oeffentliche-sicherheit.html

Neue Zuflussregelungsanlagen an Autobahnen gehen in Betrieb

(straßen.nrw 10.12.2009). Ab Montag (14.12.) hat der Landesbetrieb Straßenbau Nordrhein-Westfalen sechs weitere Zuflussregelungsanlagen an Autobahnen in Betrieb genommen. Die Anlagen wurden am späten Vormittag angeschaltet. Die Anlagen stehen an diesen Autobahnauffahrten:

- A 4 Moitzfeld (Fahrtrichtung West)
- A 4 Bensberg (Fahrtrichtung West)
- A 46 Neuss-Holzheim (Fahrtrichtung Ost)
- A 52 Mönchengladbach-Neuwerk (Fahrtrichtung West)
- A 57 Neuss-Reuschenberg (Fahrtrichtung Süd)
- A 59 Duisburg-Ruhrort (Fahrtrichtung Süd).

Eine Zuflussregelung besteht aus einer Ampel auf der Zufahrtsrampe zur Autobahn, die aktiviert wird, wenn das Verkehrsaufkommen auf der Autobahn hoch ist. Die Ampel wird so gesteuert, dass Fahrzeuge nur noch einzeln, nicht mehr pulkweise auf die Autobahn auffahren können. Sobald sich die Verkehrssituation entspannt hat, schaltet sich die Zuflussregelungsanlage wieder ab.

Die ersten dieser Anlagen gingen 1999 in einem Pilotprojekt an fünf Auffahrten der A 40 in Betrieb. Schnell zeigten sie Wirkung. Wo der Zufluss reguliert ist, geht die Zahl der Unfälle und Verkehrsstörungen zurück und die mittlere Geschwindigkeit bei hohem Verkehrsaufkommen auf den Autobahnen steigt.

Pulks von Fahrzeugen, die häufig gleichzeitig vom Beschleunigungsstreifen auf die Autobahn drängen, sind eine Hauptursache für Staus. Hierdurch kommt es bei hohem Verkehrsaufkommen vermehrt zu Bremsverzögerungen auf der Hauptfahrbahn, die sich wellenartig fortsetzen, bis sie im Stau enden. Das Prinzip der Zuflussregelung ist es, die Pulks beim Auffahren in Einzelfahrzeuge aufzulösen, um ein sicheres und möglichst stressfreies Einfädeln in den fließenden Verkehr zu ermöglichen. Durch ein Hinweisschild mit Blinklicht wird der Autofahrer an der Auffahrt auf den Betrieb der Zuflussregelungsanlage hingewiesen.

Die Anlagen, die jetzt neu in Betrieb gehen, wurden in Abstimmung mit den Bezirksregierungen in Düsseldorf und Köln errichtet. Die Verkehrsentwicklung an den Anlagen wird in den nächsten Wochen durch ein Gutachterbüro beobachtet. Soweit erforderlich wird die Steuerungstechnik optimiert.

Zahl der Verkehrstoten sinkt weiter um fast 10% im Jahr 2009

(Destatis 10.12.2009) Nach Schätzungen des Statistischen Bundesamtes (Destatis), die auf vorliegenden Eckdaten von Januar bis Oktober 2009 basieren, wird die Zahl der Verkehrstoten im Jahr 2009 einen neuen Tiefstand erreichen und bei etwa 4 050 liegen. Damit werden knapp 10% weniger Getötete im Straßenverkehr erwartet als im vergangenen Jahr. Der langfristige Rückgang der Verkehrstoten auf deutschen Straßen würde sich somit fortsetzen. Zugleich wäre die Zahl der Verkehrstoten so niedrig wie noch nie seit 1950. Ebenso ist mit einem weiteren Rückgang bei der Zahl der Verletzten für das Jahr 2009 zu rechnen: Rund 392 000 Verkehrsteilnehmer werden voraussichtlich bis Jahresende bei Straßenverkehrsunfällen verletzt, das wären gut 4% weniger als 2008.

Die polizeilich erfassten Unfälle insgesamt dürften etwa die Zahl des Vorjahres (2,29 Millionen) erreichen. Während die Gesamtzahl der Unfälle, bei denen Personen verletzt oder getötet wurden, um mehr als 4% auf 306 500 abnehmen dürfte, wird die Zahl der Unfälle mit ausschließlich Sachschaden voraussichtlich leicht um knapp 1% auf 1,99 Millionen zunehmen.

Aus den bisher vorliegenden tiefer gegliederten Ergebnissen der Monate Januar bis September zeichnet sich folgende Entwicklung des Unfallgeschehens für das Jahr 2009 ab:

Es wird erwartet, dass die Zahl der bei Straßenverkehrsunfällen getöteten Kinder unter 15 Jahren auch in diesem Jahr wieder sinken wird. Im Zeitraum Januar bis September 2009 verloren 66 Kinder ihr Leben im Straßenverkehr, das waren 20 Kinder oder 23% weniger als im entsprechenden Vorjahreszeitraum. Noch stärker, um ein Drittel auf 93, zurückgegangen ist die Anzahl der Jugendlichen im Alter von 15 bis 17 Jahren, die bis Ende September 2009 auf deutschen Straßen
tödlich verunglückten. Aufgrund des bisherigen Verlaufs ist auch für diese Altersgruppe mit einer deutlichen Abnahme der Getötetenzahl im Vergleich zum Vorjahr zu rechnen. Weit unter dem Durchschnitt der übrigen Altersgruppen dürfte der Rückgang der Getöteten bei den Senioren (65 Jahre und älter) im Jahr 2009 liegen.

Die meisten Menschen kommen bei Straßenverkehrsunfällen in einem Auto zu Schaden. Daher ist es besonders erfreulich, dass sich voraussichtlich die Gesamtzahl der getöteten Pkw-Insassen in diesem Jahr stark verringern wird. Von Januar bis September 2009 kamen 16% oder 280 Personen weniger in einem Pkw zu Tode als im entsprechenden Vorjahreszeitraum. Dagegen hat sich die Zahl der getöteten Motorradbenutzer in den ersten drei Quartalen dieses Jahres negativ entwickelt, sie ist gegenüber Januar bis September 2008 um 0,3% leicht angestiegen.

Der insgesamt rückläufige Trend bei Alkoholunfällen wird auch im Jahr 2009 voraussichtlich anhalten.

Strassenverkehrstote Geschaetzt

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